Wonder Woman – Kritik

Wonder Woman – Die Rettung des DC-Universums?

Was wurde nicht schon alles über das Filmuniversum von DC geschrieben. Gescheitert sei es, Marvel nicht gewachsen und vor allem ein Riesenflop für Warner Bros. Bis letzte Woche konnte man das wohl getrost so sagen, denn „Batman v Superman“ und „Suicide Squad“ haben nicht ansatzweise die Erwartungen erfüllt. Doch Donnerstag ist der Film in den deutschen Kinos gestartet, der das gesamte Filmuniversum retten soll, und quasi als Gegenentwurf zur maskulinen Marvel-Welt handelt es sich dabei um eine Frau, nämlich die einzig wahre Wonder Woman. Nicht nur Kritiker überschlugen sich vor Lob, auch die Fans sind außer sich, immerhin vereint der Film Superheldenaction und Feminismus in einem. Ob das so einfach ist und der Film wirklich dem Lob gerecht wird, erfahrt Ihr heute in meiner Kritik.


Handlung

Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Sie wuchs in einem abgelegenen Inselparadies auf – erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Daraufhin verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung.


Kritik

Ich persönlich konnte vor der Sichtung des Films nichts mit Wonder Woman anfangen. Ich wusste natürlich, wer das ist und nach „Batman v Superman“ auch, was sie kann, ihre Mythologie und ihre Rolle im gesamten DC-Universum war mir jedoch weitestgehend unbekannt. Im Nachhinein wäre es allerdings klüger gewesen, sich zu informieren, denn was einem hier an hanebüchener Origin-Geschichte aufgetischt wird, sprengt schon fast den Rahmen des guten Geschmacks. Mit „Thor“ gab es schon einen ähnlichen Fall eines göttlichen Superhelden, doch da hat es noch irgendwie gepasst. Hier aber den gesamten griechischen Götter-Mythos umzukrempeln und daraus eine absolut lächerliche Hintergrundgeschichte zu machen, fand ich sehr unpassend. Besonders, weil das übrige Setting des ersten Weltkriegs so gekonnt eingefangen wurde.

Während der Rest des Films nämlich auch dank einiger witziger Charaktere fast schon locker und leicht erzählt wird, wird dies in den Kriegsszenen komplett gestrichen, sodass man überraschend hart mit den Schrecken des Krieges konfrontiert wird. Besonders interessant wird es, wenn immer wieder auf die Komplexität des Krieges hingewiesen wird, wodurch sich nur zwei Probleme ergeben: Wieso ist ausgerechnet Diana die einzige, die es partout nicht verstehen will und wieso müssen dann wieder die Deutschen als die abgrundtief Bösen dargestellt werden. Zum ersten Punkt komme ich später noch, der zweite Punkt muss aber eventuell erläutert werden. Ich habe kein Problem damit, wenn die Deutschen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs als das absolute Böse dargestellt werden, der erste Weltkrieg ist jedoch so viel komplexer, als dass es dort den einen Bösen hätte geben können. Besonders in der Hinsicht, dass der Film selbst immer wieder darauf hinweist, hat man es sich sehr einfach gemacht.

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Wonder Woman, Chris Pine und drei Statisten

Ein großes Problem hatte ich auch mit der Hauptfigur, die durch Gal Gadot sympathisch, wenn auch nicht schauspielerisch grandios, gespielt wird. Vielmehr ist es schwierig für mich, einer Figur zu folgen, die so oft so dumm handelt. Natürlich sind ihre Heldentaten toll und auch unterhaltsam inszeniert, wenn es dann aber dazu kommt, wer nun die Bösen sind und wie man gegen sie kämpft, musste ich mir zu oft an die Stirn fassen, weil die vermeintliche Superheldin nichts zu verstehen scheint. So muss ich dann auch sagen, dass ich die Lobeshymnen über den vermeintlichen Feminismus-Film nicht verstehen kann. Ich finde es großartig, dass es endlichen mal einen Superheldinnen-Solofilm gibt, nur geht man auch hier den Weg nicht bis zum Ende. Wozu braucht man noch die (völlig unpassende) Love Interest und wieso muss diese eine so große Rolle einnehmen? So fragt man sich am Ende schon fast, wer denn nun der wahre Held des Filmes war.

Einigen mögen die negativen Punkte, die ich genannt habe, vielleicht als Kleinigkeiten erscheinen. Sicherlich kann man auch darüber hinwegsehen, wenn der Film in seiner Gesamtheit dann doch unterhaltsam wäre, immerhin tut man gerade dies bei den Marvel-Filmen oft genug. Keiner dieser Filme hat eine unfassbar clevere Story, aber solange es Action und nette Charaktere gibt, lieben es die Fans. Gäbe es diese Dinge auch bei „Wonder Woman“, hätte ich den Film vermutlich auch gut gefunden, nur leider wurde ich zu keiner Sekunde gut unterhalten. Wie schon oben erwähnt, mochte ich die Hauptfigur nicht und obwohl mir die anderen Figuren interessanter fand, haben sie trotzdem nichts gerissen, auch weil sie viel zu wenig Leinwandzeit bekommen haben. Zudem gibt es nur wenige Szenen, in denen mit guter Action aufgewartet wird, ohne lächerlich zu wirken. Als positivstes Beispiel müssen hier wieder die Kriegsszenen genannt werden. Und so werden dann die Kleinigkeiten zu störenden Teilen des Films, die diesen umso mehr abwerten.

Abschließend noch etwas zum Aufbau des Films: Zu Beginn lernt man etwas über die Herkunft von Wonder Woman auf der Insel der Amazonen. Diese Szenen sind das übliche Superhelden-Trainings-Gedöns, die weder unterhalten, noch mit starken Darstellern wie Robin Wright überzeugen können. Vielmehr gipfelt es in einer lächerlichen Schlacht, die den Amazonen jede Heroik nimmt. Dann geht es für die Superheldin in den Ersten Weltkrieg und kann dann durchaus überzeugen. Wie schon erwähnt, sammeln sich in diesem Teil alle starken Szenen, auch wenn die Bösewichte unfassbar stereotypisch sind und spannende Hintergrundgeschichten der Helden nur angerissen werden. Nur leider wird der positive Eindruck, der sich im Mittelteil aufgebaut hat, mit einem unfassbar desaströsen Finale wieder eingerissen. Genau das ist auch der Teil, bei dem ich nicht verstehe, wie man den Film im Endeffekt gut finden kann. Die Komplexität des Krieges, der große Plan der Bösen und einfach die gesamte Handlung werden ad absurdum geführt und ließen mich einfach nur kopfschüttelnd im Kinosessel zurück.

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Superböse Deutsche gegen Amazonen!

Fazit

Wonder Woman ist für mich das große Missverständnis des aktuellen Kinojahres. Den Hype kann ich nur für eine gute Stunde im Film verstehen, alles andere ist entweder langweilig oder komplett überzogen. Dazu kommt eine uninteressante Hauptfigur und vor allem uninspiriertes Storytelling. Selbst die eindrucksvollen Kriegsszenen und die erfrischend lockere Erzählweise können so nicht kaschieren, dass dies ein erneuter Fehlgriff des DC-Universums ist.

5


Cast

  • Regisseurin: Patty Jenkins
  • Drehbuch: Allan Heinberg

Hauptdarsteller

Darsteller Figur
 Gal Gadot  Diana
 Chris Pine  Steve Trevor

Nebendarsteller

  • Connie Nielsen
  • Robin Wright
  • Danny Huston
  • David Thewlis
  • Said Taghmaoui
  • Ewen Bremner
  • Lucy Davis
  • Elena Anaya

Weitere Meinungen

 

  • Schnitt: 7,0/10

7


Die Filme von Patty Jenkins

  • Monster (2003)
  • Wonder Woman (2017)

Das DC Extended Universe


Bildrechte: © 2016 Warner Bros. Entertainment

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26 Kommentare Gib deinen ab

  1. k4tze sagt:

    Unsere Meinungen über den Film gehen weit auseinander und ich kann deine teilweise auch nachvollziehen.

    Leider funktioniert ein Blockbuster ohne Liebesstory nicht – aber in diesem Falle war es sogar irgendwo nachvollziehbar, auch wurde der Film nicht zur Liebesstory, sondern sie war eben ein Nebenelement. Fraglich ist, wieviel davon vom Studio gewollt wurde, á la „Wir brauchen das, weil…“ Gal Gadot fand ich soweit in Ordnung, ich versuchte mir im Nachhinein Jennifer Lawrence (nein, ich bin kein Fan, aber mittlerweile finde ich ihre Art zu spielen amüsant) in der Rolle vorzustellen 😀 Und du kannst auch nicht erwarten, dass ein Blockbuster, eine Comic-Verfilmung, die das Erbe von Man of Steel und Batfleck vs Superman zu tragen hat, den 1. Weltkrieg in aller Komplexität darstellt. Im Prinzip wurde eine Szene im Krieg herausgepickt, eine Schlacht und Wonder Woman somit ins Spiel gebracht.

    Im Endeffekt wollte man einen Heldenfilm mit allen cleanen und farbigen Klischees machen, um sich von den anderen zwei abzuheben. Düster und gleichzeitig Comic-esk funktioniert es nicht, also schlägt man den Marvel’schen Weg ein und es funktionierte.

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    1. Staffmann sagt:

      Ich störe mich generell auch nicht an Liebesgeschichten in einem Actionfilm. Vielmehr finde ich das sogar oft eine gute Abwechslung, wenn sie gut gemacht ist. Nur passt es meiner Meinung nach nicht zusammen, mitten im Krieg nochmal ins Bett zu springen. Aber hey, ich war zum Glück nie im Krieg und kann das nicht beurteilen ^^

      Und so Marvel-esk finde ich den FIlm auch nicht, düster ist er ja immernoch… Nur leider nicht sehr unterhaltsam, was ich ihm am ehesten ankreide^^

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  2. mwj sagt:

    Danke, Staffmann. Das ist die differenzierteste und beste Kritik, die ich bisher zu jenem Film gelesen habe. Ein Grund mehrfür mich, den Film nicht im Kino, sondern höchstens irgendwann mal im Fernsehen oder Streaming anzusehen.

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    1. Staffmann sagt:

      Danke danke, aber ich würde nicht sagen, dass ich unbedingt Recht habe^^ An dem Schnitt kann man ja gut erkennen, dass sonst sehr viele den Film mochten. Also kannst Du ruhig mal einen Blick riskieren, wenn Du Dich aber auch an solchen Punkten störst wie ich, dann würde ich es lassen 😉

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      1. mwj sagt:

        Ich glaube immer eher der einen kritischen Besprechung, auch wenn alle anderen 99 positiv sind. 😉

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  3. Teylen sagt:

    Ich verstehe nicht wieso ihre Naivität ein Problem für dich war.
    Sie ist auf einer Sonnenschein-Insel aufgewachsen. Wohl für mehrere hundert Jahre. Wo sie nichts von Krieg mitbekam. Abgesehen von Helden-Geschichten. Wo man ihr sehr lange noch geschöhnte Lügen erzählte (sie wurde wohl nicht aus Ton gemacht XD oder auch der Waffen-Aspekt) und wo man ein sehr einfaches Weltbild prägte. Wo sie jede lebende Person kannte und von Menschen nur in Geschichten hörte.
    Mir erscheint es da schlüssig das sich ihr das Konzept eines richtigen Krieg oder von richtigen Menschen erstmal fremd ist.

    Wegen der Darstellung der Deutschen. Richtig böse, auf Deutscher-Seite, waren eigentlich nur Dr. Poison und Ludendorff. Der Rest waren normale Soldaten. Nun und Ares war letztlich in dem Konflikt ein Engländer.

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    1. Staffmann sagt:

      Natürlich ergibt ihre Naivität zu einem bestimmten Punkt Sinn, dann konnte ich es auch noch verstehen. Aber spätestens zu dem Zeitpunkt, zu dem sie vermeintlich Ares getötet hat und der Krieg nicht vorbei ist, hätte mir eine gewisse Logik ihrerseits erhofft. Ich kann auch verstehen, dass man das so hinnimmt, ich empfand es halt als sehr fragwürdig^^
      Und zu den Deutschen: Klar, die anderen waren am Ende ja sogar froh, dass der Krieg vorbei war, aber trotzdem bleibt dieser Beigeschmack. Ich habe ja aber auch geschrieben, dass ich damit an sich kein großes Problem gehabt hätte, da mich der Rest aber auch nicht überzeugen konnte, ist mir das halt im Gedächtnis geblieben…

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      1. Teylen sagt:

        Nachdem sie Ares das erstemal vermeintlich getötet hat ist die Naivität ja auch so ziemlich zerbrochen. So wie ich es verstand ging dann der letzte Kampf darum ob sie trotz der Dosis Realität für die Menschen kämpft. Naja, und das man ihre ganze Macht sieht (kannte ihren ersten Auftritt nicht weil Supes vs Bats zu schlechte Kritiken bekam und machte große Augen XD). Allerdings hauptsächlich die Frage ob es sich auch dann lohnt für Menschen zu kämpfen wenn diese Fehler haben und von sich aus niederträchtig sein können.

        Das sich am Ende dann alle in den Armen lagen, wertete ich nicht als Kriegsende, sondern als Resultat dessen wenn man schaut wie zwei Götter sich episch prügelten. Denke mal schon das der Krieg danach noch etwas weiterging.

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      2. Staffmann sagt:

        Dann haben wir die einzelnen Szenen wohl sehr anders interpretiert 😉 Aber gut, ich hoffe mal, über den Kampf am Ende muss man eh nicht sprechen, der ist ja nun kompletter Quatsch^^

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      3. Teylen sagt:

        Ich mochte ihn ehrlich.
        Wie gesagt, ohne den hätte ich Wonder Woman für zwischen Batman und dem Flash verortet ^^;
        Anstelle on par, wenn nicht besser, als Superman. Zudem fand ich ihn für eine göttliche Prügelei erfreulich übersichtlich ^_^

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  4. Morgen Luft sagt:

    Soo schlecht fand ich ihn nun nicht. Aber ich kann deine einzelnen Punkte nachvollziehen und ein weiterer fällt mir gerade noch auf. Wenn die Naivität von Unwissenheit herrührt: Sie scheint ja sehr belesen zu sein, warum weiß sie dann so wenig über Menschen? Die sind ja nicht erst in diesem Krieg so wie sie sind…

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    1. Teylen sagt:

      Weil sie nur in der Amazonen Bibliothek gelesen hat und diese komplett veraltet war. Also irgendwas vor Christi Geburt so gen Ende der griechischen Mythen. Zudem wurden alle böse Taten der Menschheit, in den Büchern die sie hatte, Ares treiben zugeschrieben.

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      1. Morgen Luft sagt:

        Das ist natürlich ein Argument

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  5. Du hast vergessen den legendären Bart von my darling Ares zu erwähnen. *lach*

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  6. Trallala sagt:

    Also ich fand den nicht toll und mal abgesehen von der Naivität, wurde ihr auch noch jedes weitere Klischee zu Teil. Sie war übertrieben emotional, hatte intuitive Ausraster statt rational zu handeln, hat in ihrer Kriegsschule wohl nichts von Strategie gelernt, sondern lediglich ein „ich renn erstmal, bin ja Wonder Woman“ und war nicht in der Lage differenziert zu denken. Zu beweinen, wie unschuldige Soldaten verwundet aus dem Krieg zurückkehren, aber dann bei der ersten Gelegenheit loszurennen und ein paar (ebenso unschuldige) auf der anderen Seite zu töten, konnte ich gar nicht nachvollziehen. Auch immer diese Stimmungsschwankungen zwischen „ich muss Ares töten“ und „ich muss aber erstmal jedem helfen, an dem ich vorbeilaufe“. Sie war wie ein kleiner Welpe, der sich von jedem vorbeifliegenden Insekt ablenken lässt, winselt wenn man ihn nicht hinterherjagen lässt und dann aber zufrieden lossprintet, wenn man ihn wieder in die richtige Richtung dreht und sagt „guck mal, da ist dein Futter, da musst du hin!“
    Und an der Darstellung der Deutschen habe ich mich ebenfalls gestört. Allein deren ersten Auftritt, als sie eine Paradies-Insel vorfinden und erstmal anfangen auf alles zu schießen, was darauf zu sehen ist. Ist wohl die ganz natürliche erste Reaktion (für Deutsche), wenn eine bisher unbekannte Insel entdeckt wird.
    Ich mochte die Outfits und die Choreografien^^

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    1. Teylen sagt:

      Ich fand es nicht verwunderlich das sie im Krieg die gegnerische Seite angegriffen und da auch Soldaten getötet hat. Schließlich war sie bei aller Naivität keine Pazifistin und die Deutschen in Belgien die Angreifer.
      Hinsichtlich der Landung. Die Deutschen haben nicht zuerst geschossen – es zielten nur ein paar auf Steve. Es waren die Amazonen welche „zur Begrüßung“ die Schiffe der Deutschen mit Brandpfeilen eindeckten.

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      1. trallala sagt:

        Ich fand es verwunderlich, da sie ja eigentlich der festen Überzeugung war, dass Ares hinter Allem steckt und nicht die Menschen.
        Insgesamt verstehe ich aber einfach den Sinn nicht, sie durchgehend so darzustellen. Wenn man sich einen unsympathischen Hauptcharakter zum Konzept macht, quasi als Antiheld, ist das ja was anderes – war hier aber nicht der Fall. Wenn man jemanden am Anfang naiv zeigt, um dann die Charakterentwicklung zu zeigen, finde ich das auch okay. War hier aber auch nicht der Fall: Ihre „Erkenntnis“ am Ende war immerhin, dass „Liebe die Welt retten kann“..
        Bei Marvel sind die Helden immerhin noch selbstironisch – DC nimmt sich selbst immer so ernst und dann stört es mich Superhelden zu haben, die sich zwei Stunden Leinwandzeit lang pubertär verhalten. Das war schon bei Batman vs. Superman mein Problem.
        Die Szene mit der Ankunft der Deutschen hab ich anders in Erinnerung, aber kann sein, dass du Recht hast.

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      2. Teylen sagt:

        Naja, ich hatte ihn mir am Wochenende nochmal mit einem guten Freund angesehen. Da ist mir das bei der Landung aufgefallen. ^_^
        Genauso wie dass das Schiff auf Grund gelaufen ist. (Beim ersten schauen war ich verwirrt weil ich dachte sie hätten das einfach vergessen.

        Hm, wegen der Charakterisierung. Ich hatte es so verstanden das sie naiv wegen des Grund des Krieges war, allerdings durchaus kriegerisch. Das heißt sie hat nicht die Mittel die vermeintlich von Ares kontrollierten Menschen umzukehren und keine Probleme gegen feindliche Soldaten – also Soldaten auf Ares Seite – zu kämpfen. Wie auch die Amazonen halt die anrückenden Deutschen einfach so niedergemäht haben und fast Steve gekillt.
        Dann musste sie, mit dem Angriff auf Velden das erste mal erkennen das vielleicht alle Menschen von Ares korrumpiert sind. Nun und nach dem Kampf mit Luddendorf das der Mensch von sich aus schlecht sein kann und teilweise ist.
        Die Endmoral war dann auch nicht das „Liebe die Welt rettet“ sondern das die Menschen es verdienen zu leben, weil sie bei aller Negativität halt auch Lieben können. Das heißt nach einem kurzen Wutausbruch, wo sie durch die Deutschen durchging wie ein warmes Messer durch Butter, hatte sie die Erkenntnis das man doch nicht alle Menschen umbringen sollte… …. Und hat dann ihren Bruder/Ares nicht mit Liebe sondern mit fett vielen Blitzen und einem Krater gekillt.
        [Ich denke auch die Leute wo sich danach geknuffelt haben waren nicht von der Liebe beeindruckt, sondern davon das sich da zwei Götter bekämpften xD]

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  7. franziska-t sagt:

    Ich kann die kritischen Punkte durchaus verstehen, allerdings habe ich sie anders gewichtet als du. Das letzte Drittel gefiel mir ehrlich gesagt nicht besonders, weil es dasselbe depressiv-düstere Schlusskampf-Gewums war, wie man das von anderen Filmen kennt. Den Beginn und den Mittelteil bewerte ich allerdings wesentlich stärker. WONDER WOMAN hat durchaus inhaltliche Schwächen, dennoch sah ich darüber hinweg, weil es einfach mal ein ansehnlicher DCEU-Film war. Der nächste wird wieder von Zack Snyder inszeniert sein und ich ahne Übles.

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