Sonntagsliste: Zeitreisen in Film und Fernsehen

Ich habe es endlich geschafft, die dritte und letzte Staffel von „Dark“ zu beenden und bin wie weggeblasen. Auch wenn es an manchen Punkten natürlich quatschig und arg konstruiert ist, so ist doch dort das Konzept der Zeitreise so genial, dass ich selten eine annähernd clevere Art gesehen hätte. Dementsprechend möchte ich mich heute aber gerade mit weiteren Geschichten beschäftigen, in denen Zeitreise eine gewichtige Rolle spielt und die fast genauso gut oder gar noch besser sind.


Platz 7: Zurück in die Zukunft

So Leid es mit tut, aber der Zeitreisefilm schlechthin landet bei mir auf dem letzten Platz. Da es hier nur um die Mechanik hinter dem Zeitreisen gehen soll, ist einfach nicht mehr drin. Denn das was hier passiert, ergibt für mich absolut keinen Sinn. Im Grunde ist es ja ein netter Gedanke, dass man sich langsam auflöst, wenn die Eltern dabei sind, sich nicht kennenzulernen, aber im Vergleich zu den anderen Filmen merkt man dann, wie absurd und unlogisch das doch ist.

Platz 6: The Avengers: Endgame

Als ich damals im Kino saß, hatte ich eigentlich nichts daran auszusetzen, wie man dort das Problem der Zeitreise gelöst hat, immerhin ergibt das grob Sinn. Die Figuren reisen zurück und erschaffen damit Paralleldimensionen, in denen die Dinge anders verlaufen. Was mich dann aber geärgert hat, war die Tatsache, dass Autoren und Produzenten unterschiedliche Auffassungen davon hatten, wie die Zeitreise denn nun funktioniert. Und da beide Varianten nicht mit meiner Interpretation zusammengepasst haben, hat das dann doch hauptsächlich Verwirrung zurückgelassen.

Platz 5: Butterfly Effect

Ich weiß, dass viele in dem Film mit Ashton Kutcher hauptsächlich Trash sehen, aber ich hatte damals viel Spaß mit dem Film. Auch die Zeitreisemechanik, bei der die Hauptfigur in die Vergangenheit in sein eigenes ich reisen kann, um an markanten Punkten die Weiterführung der Geschichte zu verändern, hat für mich nett funktioniert. Einziges Manko dabei: Alles ist etwas zu extrem. Entweder ist er supererfolgreich oder ein Loser-Kiffer. Und dazu gibt es ein alternatives, was wohl immer noch einer der größten „What the Fuck!“’s der Filmgeschichte ist.

Platz 4: Terminator 2

Hier gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen: Es wird in die Vergangenheit gereist und einen Menschen zu töten bzw. zu retten, bevor er in der Zukunft den Untergang der Maschinen herbeiführen kann. Dem kann man gut folgen und es ist in sich schlüssig. Was mir nur fehlt, ist die Erklärung was eigentlich bei einem schlechten Ausgang passiert wäre. Klar gibt es Visionen, aber ich hätte da noch gern etwas mehr gesehen. Aber vielleicht wird das ja in den anderen Teilen gezeigt, ich habe nach dem zweiten aufgehört, die Filmreihe zu verfolgen.

Platz 3: Source Code

Ohne über den Film zu viel zu verraten, hat mir dort einfach die Grundidee sehr gefallen. Die Hauptfigur reist immer wieder in den Geist eines anderen Mannes in der Vergangenheit und muss dabei herausfinden, wie er die Explosion in einem Zug verhindern kann. Das erinnert zwar etwas an „Täglich grüßt das Murmeltier“, aber es gibt schlechtere Vorlagen. Und in die Falle, dass das alles nicht so hinhaut, kann man auch nicht tappen, da alles immer irgendwie auf null gesetzt wird.

Platz 2: Dirk Gentlys holistische Detektei

Ich bin relativ froh, dass ich auch noch eine Serie nennen kann, denn diese eignen sich doch am besten für komplexe und verzwickte Zeitreisegeschichten. Bestes Beispiel dafür ist die holistische Detektei. Da wird das Mysterium direkt in der ersten Folge eingeführt und sukzessiv weiter dargestellt. Und wenn es am Ende auch noch so hinhaut wie hier, ist die Befriedigung umso größer. Die besondere Leistung dabei ist doch, dass sich die Handlung gar nicht darauf konzentriert, sondern es läuft fast nebenbei.

Platz 1: Harry Potter

Zum krönenden Abschluss gibt es dann jetzt meine absolute Lieblingszeitreise. Dort gibt es nämlich den Zeitumkehrer, mit dem Figuren in die Zeit zurückreisen können. Das Tolle dabei: Die Figuren können dabei die Vergangenheit beeinflussen und ersetzen im Endeffekt sich selbst, wie sie in die Zeit zurückreisen. Da könnte man meinen, dass dann ja Dinge anders werden können und so die Zukunft verändern, es zeigt sich jedoch, dass im Endeffekt die Gegenwart so bleibt, wie sie ist, die Zeitreise war aber notwendig, um die Gegenwart erst heraufzubeschwören. So passiert das, was ich auch an „Dark“ so spannend finde: So sehr es die Figuren auch versuchen, am Ende haben sie doch keinen Einfluss auf die Zeit. Die Erkenntnis ist am Ende vielleicht nicht so berauschend wie bei anderen Filmen, aber dafür ist es umso befriedigender.


Auch wenn ich hier jetzt nicht so genau erklären konnte, wie die Zeitreisen funktionieren, dem empfehle ich folgendes Video, in dem vieles anschaulich erklärt wird. Auch gibt es dort noch weitere Beispiel wie „Looper“. Insgesamt bin ich ja einfach ein großer Fan des Genres, deswegen freue ich mich auch über jegliche Empfehlungen!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Von den Filmen habe ich (bisher) nur Zurück in die Zukunft, Endgame und Harry Potter gesehen. Kann dir da aber auch sonst nach deinen Beschreibungen zustimmen. Zeitreisen in fiktionalen Werken finde ich ja generell spannend – das YouTube Video hatte ich mir auch schon mal angeschaut und für gut befunden 😉

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  2. Hm ich glaub das hat nicht ganz funktioniert mit meinem Kommentar – falls doch, sorry für die Dopplung. Wollte eigentlich nur sagen, dass ich das Genre auch sehr faszinierend finde. Von deiner Liste habe ich nur Zurück in die Zukunft, Endgame, die ersten vier Folgen von Dirk Gentley und natürlich Harry Potter gesehen, kann dir da aber zustimmen. Das Video hatte ich auch schon mal geschaut und für gut befunden. 🙂

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