Gedanken der Woche: Marvels Serienuniversum

Diese Woche gab es ja den ersten Teaser zur neuen Netflix-Serie „Marvel’s Jessica Jones“, die im November starten wird. Und das gibt mir doch die Möglichkeit, sich mal Gedanken über Marvels Serienuniversum zu machen. Wer die letzten Jahre unter einem Stein gelebt hat, hat es vielleicht nicht mitbekommen: Marvel verfilmt alle möglichen Helden und führt sie dann in Crossovern wie „The Avengers“ oder „Captain America: Civil War“ zusammen. Und das ganze funktioniert nicht nur auf der finanziellen Ebene, sonder auch filmisch. Durch die ganzen Bezüge von einem Film auf den anderen ergibt sich ein dynamisches Gebilde an Filmen, die in den meisten Fällen einfach Spaß machen. Mit „Marvel’s Daredevil“ hat man im letzten Jahr begonnen, denselben Weg bei den Serien zu versuchen, aber da weht meiner Meinung nach ein anderer Wind.

Das Serienuniversum von Marvel soll am Ende aus 5 Serien á 13 Folgen bestehen: „Marvel’s Daredevil“, „Marvel’s Jessica Jones“, „Marvel’s Iron Fist“, „Marvel’s Luke Cage“ und „Marvel’s The Defenders“, wobei die Defender einfach nur die Gruppierung der vier Helden ist. Wer „Marvel’s Daredevil“ bereits gesehen hat, der weiß schon, was das Ziel ist: Alles soll düsterer und ernster sein. Humor ist nicht wie bei den Filmen das Hauptaugenmerk und auch nicht die Action, sondern die Handlung. So funktioniert es auch super, den Bösewicht fast schon mehr zu charakterisieren als den Helden oder den Helden teilweise echt unsympathisch wirken zu lassen. Das sind beides Dinge, die es in den Filmen nie geben würde, besonders die Bösewichte sind immer mehr schlecht als recht in den Film eingebunden.

Und warum sollte das Konzept in der Serienlandschaft dann nicht funktionieren? Genau aus den Gründe, weshalb „Marvel’s Daredevil“ funktioniert hat: Die Serien werden nicht durch haufenweise One-Liner funktionieren oder durch brachiale Action. Die Handlung ist entscheidend. Da ist es dann völlig egal, dass alle Helden in einer Serie auftauchen. Ihre eigenen Serien werden dabei sicherlich alle super sein, aber in der Gruppierung wird das meiner Meinung nach nicht funktionieren. In den Filmen funktioniert das durch Action und Sprüche und Humor. Das ganze ist aber nicht das Ziel der Serien und würde man das am Ende doch genauso verfolgen, dann hätte man sich alles wieder eingerissen und die vorigen Serien verlieren ihren Stellenwert. Das wäre enttäuschend und lässt mich doch arg an dem Serienkonzept zweifeln.

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