Kritik: Suicide Squad

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Quelle: giphy.com

Eigentlich bin ich ja jemand, der sich mit jedem Genre in irgendeiner Form anfreunden kann. Meiner Meinung nach kann jedes Genre einen guten Film hevorbringen. Es gibt allerdings auch ein Genre, bei dem ich mit so gut wie jedem Film etwas anfangen kann: Die Superheldenfilme. „Batman v Superman“ und „X-Men: Apocalypse“ wurden von den Kritiken teilweise zerrissen und doch konnte ich diese noch gut gucken. Nun startet aber mit Suicide Squad wieder ein Superheldenfilm, der überhaut nicht gut ankam. Ich dachte mir aber trotzdem, dass ich meinen Spaß daran haben kann, immerhin sind es teilweise Superhelden. In meiner Kritik versuche ich nun zu beschreiben, ob ich auch an „Suicide Squad“ meinen Spaß hatte, ich kann aber schon sagen, dass mir „Batman v Superman“ besser gefallen hat…


Handlung

Hat nicht jeder ein Anrecht auf eine zweite Chance, auf einen Neustart? Und seien es auch die maliziösesten, niederträchtigsten und gefährlichsten Gestalten, die die Welt zu bieten hat? Ein Geheimprojekt der US-Regierung – in die Wege geleitet von Amanda Waller – sieht das zumindest so und unterbreitet einer Gruppe von rücksichtslosen Rekruten ein Angebot, das sie nur schwerlich ablehnen können: absolute Immunität und eine reine Weste. Das einzige, was sie dafür in Kauf nehmen müssen, ist die Möglichkeit des Todes in Ausführung ihrer Pflichten. Denn die US-Regierung wählt nicht umsonst die gesellschaftlich am leichtesten zu Entbehrenden für die Selbstmordkommandos gleichenden Missionen. (Moviepilot)


Kritik

Um zu beschreiben, was man von Suicide Squad erwarten kann, muss man sich die gesamte Entwicklung des DC-Kino-Universums mal genauer anschauen. Alles begann mit „Man of Steel“, dem man vorwarf, zu ernst zu sein. Dann erschien dieses Jahr „Batman v Superman“, in dem Zack Snyder wieder vorgeworfen wurde, Witze seien nicht erlaubt in seinen Filmen. Aufgrund des ernsten Tonfalls des Films ist das auch durchaus verständlich, Warner Bros. und DC wollten aber trotzdem an diesem Kurs festhalten, immerhin hat das bei „The Dark Knight“ auch funktioniert. Dann kamen aber „Guardians of the Galaxy“ und „Deadpool“, die das Genre gekonnt aufs Korn genommen haben und die Massen begeisterten. Ausgehend von deren Erfolg dachte man sich also, „Suicide Squad“ müsse auch witziger werden, das Potential haben die Figuren ja, und so wurden noch einmal ein paar Cutter an den Film gesetzt, um ihn für die Jugend aufzupeppen. Und was dabei herauskam, kann man getrost als Katastrophe bezeichnen.

Nachdem ich nun noch einmal eine Nacht darüber geschlafen habe, muss ich gestehen, dass mir kein wirklich positiver Aspekt an diesem Film einfällt. Sicherlich gibt es Margot Robbie und Will Smith, die ihre Rollen ausgezeichnet spielen und so etwas wie charakterliche Entwicklung in den Film bringen, aber dann wird es schon sehr mau. Alles beginnt natürlich mit der Einführung der Charaktere, was an sich ganz gut funktioniert. Jeder bekommt seinen kurzen Auftritt und man weiß sofort, womit man es zu tun hat, sollte man meinen. Doch das wird dann ad absurdum geführt, wenn später noch weitere Figuren als Teil des Suicide Squads eingeführt werden, die zum einen keine Rolle für den Film spielen und außerdem kein einziges Charaktermerkmal besitzen.

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Man, ist die verrückt! – Quelle: giphy.com

Die schlimmsten Figuren sind dabei der weltbeste Kletterer Slipknot und die Ninja-Kämpferin Katana. Beide haben keine Bedeutung im Film und hätten komplett weggelassen werden können. Da merkt man sofort, dass beide gewisse größere Parts hatten, jedoch der Schere zum Opfer gefallen sind. Katana hat ein Charaktermerkmal: Sie hasst Bösewichte. Und was passiert dann ohne irgendeine Erklärung? Sie setzt sich mit den Bösewichten in eine Bar und trinkt mit ihnen. Solche Charakterentwicklungen, die überhaupt keine Erklärung besitzen, gibt es immer wieder und stören so den Filmfluss ungemein. Immer wieder saß ich im Kino und musste laut lachen, weil die Figuren so dumm und unverständlich handeln.

Das könnte man ja an sich verkraften, wenn es nicht um die Charaktere gehen würde. Nur leider besteht der Film zu großen Teilen aus den Interaktionen der Figuren. Nur belässt man es dabei bei der Beziehung zwischen Deadshot und Harley Quinn, die dadurch noch am ehesten als Identifikationsfiguren geeignet sind. Das führt dann aber auch zum nächsten Problem: Alle Figuren sind Mörder, Diebe und Verrückte, mit denen kann man per se nicht sympathisieren. Da hilft es auch nicht, wenn ein Bandenchef Reue zeigt oder eine der Figuren ihrer Liebe hinterhertrauert. Man kann nicht in jeder Szene mit einer fremdschämenden Aktion zeigen, wie verrückt die Figuren sind und gleichzeitig erwarten, dass der Zuschauer mit ihnen mitfiebert. Mir jedenfalls waren alle Figuren herzlich egal.

Zum Abschluss muss man nochmal auf die Action zu sprechen kommen. Die ist nämlich ebenfalls absolut unterwältigend. Es wird nur unnötig geballert, wobei die Autoren auch die Machtverhältnisse der Figuren nicht wirklich erklären konnte. Mir kann doch keiner erzählen, dass eine übermächtige Hexe Probleme hat mit einer Verrückten mit einem Baseballschläger. Der große Twist am Ende ist dann auch noch so überraschend wie die schauspielerische Leistung von Jared Leto als Joker. Kann man machen, passt aber irgendwie nicht zum restlichen Film. Vor allem seine Beziehung zu Harley Quinn ist komplett unsinnig und bildet so einen weiteren misslungenen Teil eines misslungenen Films.

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Fazit

Ich hätte es dem Dc-Universum gar nicht zugetraut, aber sie haben es geschafft, den ersten Superheldenfilm zu machen, der mir überhaupt nicht gefallen hat. Die Figuren sind schlecht charakterisiert und handeln sinnlos, die Action ist belanglos und es trifft nicht meinen Humor, wenn man bessere Filme schlecht kopiert. Trauriger Höhepunkt ist dabei, dass in einer Szene ein Lied aus „Guardians of the Galaxy“ gespielt wird und so klar wird, weshalb man so unbedingt witzig und frisch sein wollte. Einziges Problem dabei: Suicde Squad ist einfach nicht gut und absolut nicht empfehlenswert.

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Cast

  • Regisseur: David Ayer
  • Drehbuch: David Ayer

Hauptdarsteller

Darsteller Figur
 Will Smith  Deadshot
Margot Robbie Harley Quinn
Viola Davis Amanda Waller
 Cara Delevingne June Moone/Enchantress
 Joel Kinnaman  Rick Flag

Nebendarsteller

  • Ike Barinholtz
  • Jared Leto
  • Jay Hernandez
  • Adewale Akinnuoye-Agbaje
  • Scott Eastwood
  • Jai Courtney

Weitere Meinungen

 

  • Schnitt: 5,5/10

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Das DC Extended Universe

SFB-Donnerstag #23 -Pro- und Antagonisten

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Nachdem es letzte Woche beim SFB-Donnerstag um ein Thema ging, zu dem ich aufgrund mein Sehgewohnheiten nicht viel schreiben konnte (es ging um das erneute Schauen von Filmen und Serien), bin ich heute dafür umso mehr dabei. Heute ist das Thema, welches und LAH bei ihrer Blogaktion vorgibt, nämlich wieder wesentlich allgemeiner und lässt so wesentlich mehr Platz für Spielraum. LAH stellt und wöchentlich zu einem Thema ein oder zwei Fragen, die es dann zu den drei Oberbegriffen Serien, Filme und Bücher zu beantworten gilt. Die Bücher lasse ich dabei immer weg, aber es ist trotzdem immer wieder ein schöner Beitrag. Nun aber viel Spaß mit meiner Ausgabe des SFB-Donnerstags zum Thema Pro- und Antagonisten und den folgenden Fragen:

  1. Wie muss ein Protagonist für Dich sein, damit Du die Serie, den Film, das Buch ab der ersten Sekunde an toll findest? Hast Du ein Beispiel dafür? 

  2. Wie sollte für Dich ein guter Antagonist sein? Eher der richtig „böse Bösewicht“ oder vielleicht eher ein nicht ganz so schlimmer „Bad Boy“, der eigentlich ein gutes Herz hat? 

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Die 5 Besten #8 – Filme, die ich als Teenager geliebt habe

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Die gute Gorana hat auf ihrem Blog eine ähnliche Frage wie letzte Woche gestellt. Letztes Mal gab es die Lieblingsfilme aus unserer Kindheit, nun ist unsere Jugend dran. Cooles Thema, ich rede ständig mit Freunden und Bekannten über Lieblingsfilme aus der Jugend. Da hat es halt noch am meisten Spaß gemacht Filme zu gucken! Aber hier meine fünf Favoriten (in keiner spezifischen Reihenfolge):

1. (500) Days of Summer – Damals einfach verschlungen und unglaublich oft wiedergeschaut, heute kann ich den ohne Fremdscham kaum mehr sehen. An jeder Ecke lauert eine neue Form von Cheesyness, die ich damals einfach mit offenen Armen empfangen und geliebt hab. Viele Leute haben doch so ’nen Film, den sie bei Liebeskummer immer und immer wieder schauen. Für mich war es als Jugendlicher der hier. Weiterlesen

News: Erstes Foto von Alicia Vikander und Eva Green in Euphoria

Heute gibt’s als News ein ziemlich schönes Foto von Alicia Vikander (Deus Ex) und Eva Green (James Bond: Casino Royale) aus ihrem derzeitigen Projekt Euphoria, das noch 2016 Premiere feiern soll. Den ersten Informationen zufolge spielen die beiden ein Geschwisterpaar, das nach langer Zeit des Getrenntseins wieder zueinander findet. In einer Reise durch Europa lassen die beiden ihr Verhältnis und ihre Vergangenheit Revue passieren. Regiesseurin ist Lisa Langseth, die bislang nur schwedische Produktionen geführt hat, in denen Alicia Vikander aber auch mitgewirkt hat.

Also ich bin gespannt. Ihr auch?

 

#35. Der Hobbit -Part 1: Fan-Edits, gutes und schlechtes , u.v.m – Filmexe Podcast

Tim und ich haben uns endlich für die lange geplante 2. Podcast-Reise nach Mittelerde getroffen und uns der Hobbit-Trilogie gewidmet. Wer unseren dreiteiligen Podcast rund um Der Herr der Ringe gehört hat, wusste spätestens ab dort, dass dies unsere Lieblingsfilmreihe ist. Dementsprechend wichtig war es uns, auch den Hobbit ausführlich zu besprechen, an dem wir leider, soviel nehm ich vorweg, auch einiges zu bemängeln hatten.

Auf sogenannte Fan-Edits hat Tim mich aufmerksam gemacht. Es gibt also einige Versionen des Films, die von Fans gekürzt wurden, und so ensteht aus drei Teilen ein 3 1/2 Std. Film – eine sehr nette Idee, weshalb wir uns gedacht haben:

Sollten die Filmexe-Podcast-Zuhörer-Zahlen irgendwann einmal in die Höhe gehen und das Interesse daran besonders hoch sein, dann werden Tim und ich uns selbst ab so ein Fan-Edit setzen und einen Hobbit Film nach unserer Vorstellung zusammenschustern, mit weit aus mehr Soundtrack, überwiegend aus der Herr der Ringe Trilogie. Sollte Dir (Zuhörer) der Podcast und/oder diese Idee gefallen haben, so würden wir uns sehr über eine Bewertung (wie auch immer diese ausfallen mag) bei Itunes freuen, damit wir unsere Reichweite ein bisschen erhöhen können. Bei 30 Itunesbewertungen setzen wir uns sofort an die Arbeit🙂

Kinovorschau: Die Unfassbaren 2, Elliot, der Drache und The Shallows

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(c) Sony Pictures

In letzter Zeit können wir uns wirklich nicht darüber beschweren, dass nur schlechte Filme ins Kino kommen würden. Eigentlich ist jede Woche immer was für jeden dabei. So ist es meiner Meinung nach auch diese Woche: Es gibt mit Die Unfassbaren 2 zwar mal wieder eine Fortsetzung, dafür aber eine voller Stars und mit dem Potential, einen tollen Film entstehen zu lassen. Dieses Potential hat auch Elliot, der Drache, der neuem Realfilm-Remake von Disney, bei dem dieses mal „Elliot, Das Schmunzelmonster“ in unsere Zeit getragen wird. Wem das aber nicht reicht, der bekommt mal einen Haihorror abseits der Trash-Perlen. The Shallows möchte nämlich wieder Anspruch nach „Der Weiße Hai“ liefern. Ob das funktionieren könnte, untersuche ich in der heutigen Kinovorschau. Weiterlesen

Serienmittwoch #34. Liebsten Bad Boys bzw. Bad Girls

Wieder einmal ist es Zeit für Corlys Serienmittwoch, und erneut habe ich die Ehre, übernehmen zu dürfen. Die heutige Frage lautet: Welches sind eure liebsten Bad Boys (oder halt wahlweise auch Bad Girls) aus Serien? Ich werde das ganze auch ein wenig auf die „Bösewichte“ bzw. Antagonisten ausweiten. Mal sehen, was mir dazu so einfällt!

Fargo – Bear Gerhard

angusDieser Charakter stammt aus Staffel 2, die mir persönlich noch etwas besser gefallen hat, als die erste, wobei beide brilliant waren. Bear Gerhard (Angus Sampson) ist für gröbere Arbeiten zuständig, die für den Gerhard-Clan anfallen, macht aber nicht viele Worte darum und verliert nicht, wie sein Bruder, ständig die Fassung oder die Geduld. In den meisten Einstellungen ist er am Futtern.

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News des Tages: Rupert Grint übernimmt Hauptrolle in „Snatch“-Serie

Generell bin ich ja kein Fan davon, wenn Film neu verfilmt oder in irgendeiner unnötigen Art neu interpretiert werden. Bei einem neuen Trend, der es momentan ins Fernsehen geschafft hat, bin ich doch sehr positiv gestimmt. Dabei spreche ich von Serien, die sich einen Film als Vorbild nehmen und diesen quasi neu aufleben lassen. Das hat dem Vernehmen nach schon bei „Sleepy Hollow“ funktioniert und vor allem „Fargo“ ist für mich eine der besten Serien aller Zeiten. Insofern war ich dann auch gar nicht ärgerlich, als ich gehört habe, dass Guy Ritchies Gangster-Film „Snatch“ als Serie neu verfilmt werden soll. Mit seiner Star-Power und dem kuriosen Humor konnte mich der Film damals begeistern und so habe ich ihn schon ein paar mal gesehen. Und nachdem heute auch die ersten Besetzungen veröffentlicht wurden, freue ich mich nicht umso mehr auf die kommende Serie.

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52 Schlüsselwörter #34 – Haus

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Letzte Woche sollten wir noch in der Ausgabe der Schlüsselwörter eine Filmassoziation zum Wort „Tür“ finden. Heute wird es eine Nummer größer, heute geht es nämlich um das Wort Haus. Hotaru hat uns wie immer dieses Wort rausgesucht, zu dem wir wie immer einen Film finden sollen, an den wir sofort denken mussten. Die weiteren Teilnehmer und die genauen Regeln, sowie alle genannten Filme findet Ihr auch auf ihrer Seite. Heute musste ich allerdings etwas länger überlegen, weil ich erst an einen Film denken musste, den ich gar nicht gesehen habe. Doch das könnt Ihr alle gleich nachlsen, wenn ich über meinen Film zum Wort Haus schreibe.  Weiterlesen