Kritik: Modern Family – Staffel 1-4

Ich habe letztens mal tagsüber den Fernseher eingeschaltet und versucht, die deutsche TV-Landschaft zu mögen. Doch während auf RTL Asi-TV lief und die Öffentlichen undefinierbare Formate zeigten, blieb ich auf Pro7 hängen. Das stand doch früher immer für nette Unterhaltung, vor Allem wenn tagsüber „Scrubs“ lief. Da habe ich doch gerne eingeschaltet. Und was gibt es heute? „2 Broke Girls“, „Mike & Molly“ und die unsäglichen letzten Staffeln von „Two and a half Men“. Das geht einfach nicht! Sowas guckt man doch nicht gerne und dann wird es auch noch so oft wiederholt! Aber das soll hier keine Hetze gegen grässliche Sitcoms werden, heute soll es um eine Sitcom gehen, die wirklich gut ist: Modern Family. Die läuft versteckt und mit schlechter Synchro auf RTL Nitro. Aber Warum ist diese Serie so viel besser als die Kollegen auf Pro7 und warum wird sie vor Allem immer besser? Mal schauen…

In „Modern Family“ geht es um eine große Familie, die aus drei kleineren besteht: Das Familienoberhaupt Jay (Ed O’Neill) lebt mit seiner wesentlich jüngeren Frau (Sofia Vergara) und ihrem Sohn zusammen, während sein Sohn Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) mit seinem Lebensgefährten Cam (Eric Stonestreet) und ihrer adoptierten Tochter in derselben Nachbarschaft wohnen. Die dritte Familie besteht aus Jays Tochter (Julie Bowen), ihrem Mann Phil (Ty Burrell) und ihren 3 Kindern. Soweit die Grundlage. Nun folgt die Serie dem alltäglichen Geschehen der Familie und ihren Problemen miteinander und mit äußeren Einflüssen.

Zunächst muss man sagen: „Modern Family“ macht nichts großartig neues, die Sitcom ist im Dokumentations-Stil aufgebaut und die Handlung hat nie besondere Highlights. Es geht wirklich nur um den Alltag der großen Familie. Doch die Geschichten, die daraus entstehen, sind dermaßen lebensnah und ergreifend, dass es gar keine großartige Story braucht. Im Gegenteil, die Serie würde arg an Charme und Liebenswürdigkeit verlieren, sollten doch mal sehr verrückte Dinge geschehen. Natürlich gibt es immer Ausreißer, doch die sind so dezent gesetzt, dass sie umso besonderer wirken.

Damit einhergehend gibt es auch keine wirkliche Story, der die Serie folgt. Es gibt kein großes Geheimnis wie bei „How I Met your Mother“ oder ein Ziel wie bei „2 Broke Girls“. Es geht einfach nur um das Leben. So sind einzelne Staffeln nur durch das ältere Aussehen der Kinder oder durch wirklich einschneidende Ereignisse wie ein neues Kind erkennbar. So kann man auch getrost in jeder Folge einschalten, man versteht trotzdem alles. Ein weiterer Punkt zur Unterscheidung ist aber auch die Qualität. Nicht falsch verstehen, die Serie ist schon ab der ersten Staffel super, aber sie wird einfach immer besser! Das mag daran liegen, dass jede Figur mit der Zeit immer mehr ausgearbeitet wird, aber egal woran es liegt, es funktioniert.

Insgesamt kann man also nur sagen, dass Modern Family eine Serie für jeden ist. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch die ganz alten können mit mindestens einer Figur mitfühlen. Man findet sich garantiert irgendwo wieder. Dazu ist die Serie derartig witzig, auch weil man viele Situationen aus dem eigenen Leben kennt. So gibt es von mir nur eine große Empfehlung! Bitte schaut nicht den Mist auf Pro7, sondern guckt lieber diese Serie! Man geht immer mit einem guten Gefühl aus der Serie und merkt auch, dass hier Leute am Werk sind, die wirklich Spaß an der Sache haben.


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