Gedanken der Woche: Alien – Die Entzauberung eines Klassikers

Wie der Titel verrät, soll es in diesem Text um Alien. Aber nicht um den grandiosen ersten Teil, der mit seinen Horrorelementen Maßstäbe setzte oder den zweiten Teil „Aliens“, der noch heute als einer der besten Actionfilme gilt. Auch um die folgenden beiden Teile, die zugegebenermaßen nicht so toll wie die ersten, aber immer noch unterhaltend waren, soll es hier nicht gehen. Heute geht es darum, was mit dem Franchise weiter gehen soll und wie so Ridley Scott sein eigenes Vermächtnis, das er damals mit dem ersten Teil aufgebaut hat, einreißt. Doch alles der Reihe nach.

Alles begann mit der ursprünglichen Reihe, die aus den angesprochenen vier Teilen bestand. Dann gab es die beiden Slasher-Filme „Alien vs. Predator“, die zumindest für Genre-Fans interessant waren. Außerdem hatten sie keine Verbindung zu den anderen Teilen, wodurch diese nicht beeinträchtigt wurden. Anders war dies bei „Prometheus“, der 2012 ins Kino kam. Auch wenn Scott immer betonte, dass dieser Film kein Prequel zu Alien sei und eine eigene Geschichte erzähle, gab es doch so viele Sets und Motive aus „Alien“, dass einem die Verbindung immer ins Gesicht gedrückt wurde. Gut, „Prometheus“ erzählte eine eigene Geschichte, nur war die mies und uninspiriert, wie der gesamte Film. Doch das schlimmste war, dass der Film keine Fragen beantwortete, sondern nur noch neue aufwarf. Und das, obwohl man wirklich keine Fragen gestellt hatte vorher, Scott wollte sie uns trotzdem beantworten und versagte dabei.

Nun aber zur Zukunft. Zunächst wurde ein fünfter „Alien“-Teil angekündigt, da „Prometheus“ ja nicht zur Reihe gehört. Diese sollte Neill Blomkamp („Elysium“, „District 9“) inszenieren, was angesichts des Stils seiner Filme nicht nur nachvollziehbar, sondern auch wünschenswert ist. Doch Scott will ja immer noch sein „Prometheus“-Franchise ausbauen und hier wird es dann wirklich albern und unübersichtlich. Laut Scott sollen mindestens drei weitere Teile kommen. Aber weil der erste ja nicht sehr erfolgreich war und „Prometheus“ wohl nicht mehr allzu viele Leute ins Kino locken wird, heißt der zweite Teil „Alien: Paradise Lost“. Also kommen noch 4 „Alien“-Teile, drei von Scott und einer von Blomkamp. Und da Scott der Chef des Ganzen ist, darf sein Film früher kommen, weshalb Blomkamps Film in eine ungewisse Zukunft verschoben wird.

Nun muss man sich aber fragen: Was hat uns Ridley Scott denn noch zu erzählen? Laut „Prometheus“ ja nicht mehr viel. Wenn man dann hört, dass ein zweiter Teil nicht geplant sei, da es kein Drehbuch gebe, fragt man sich doch wirklich, ob Scott noch weiß, was er tut. Warum muss man sich einen zweiten Teil von „Prometheus“ ansehen, der über die Herkunft der Aliens handelt? Das nimmt den Aliens doch nur den Reiz! Dann sollte man doch lieber Blomkamp arbeiten lassen, der scheinbar wirklich Lust und eine Vision zu haben scheint. Doch das blockiert Scott. Nun bin ich eh kein Fan von Ridley Scott, aber diese ganze Geschichte ist dermaßen albern und nimmt mir wirklich das Interesse an Allem, was doch kommen mag.

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