Kritik: Brooklyn Nine-Nine – Staffel 1

Ich denke mal, dass jedem hier die Band „The Lonely Island“ ein Begriff ist. Rund um den Comedian Andy Samberg hat sich dort ein Trio gebildet, das vor Allem mit lustigen Liedern für gute Laune sorgt. Ihr Song „I Just Had Sex“ wurde inzwischen fast 250 Millionen mal bei Youtube aufgerufen! Doch auch neben der Musikkarriere ist Andy Samberg kein Unbekannter. mit seinem Mentor Adam Sandler war er z.B. in „Der Chaos-Dad“ im Kino zu sehen und auch als Roaster bei den Comedy-Central-Roasts ist er ein gern gesehener Gast. Seit 2013 hat er aber eine weitere Arbeit gefunden. Er spielt die Hauptrolle in der Sitcom Brooklyn Nine-Nine. Warum man lieber seine Musik hören sollte, die Serie aber dennoch Potential hat, versuche ich mal zu erläutern.

In der Serie wird das Arbeitsleben in einem Polizeidezernat in Brooklyn verfolgt. Dieses wird geführt von Captain Holt (Andre Braughter), der immer wieder mit den Eigenheiten seiner Polizisten zu kämpfen hat. Besonders Detective Jake Peralta (Samberg) macht ihm dabei das Leben schwer. Zudem gibt es noch den übertrainierten, aber nicht für den Einsatz fähigen Sergeant Terry Jeffords (Terry Crews), die übereifrige Detective Amy Santiago (Melissa Fumero), die komplett von sich eingenommene Sekretärin Gina Linetti (Chelsea Peretti) und viele weitere, meist verrückte Kollegen (u.a. Joe Lo Truglio und Stephanie Beatriz).

Im Großen und Ganzen versucht die erste Staffel noch nicht wirklich, einen großen Handlungsbogen aufzubauen. Besonders am Anfang der Staffel stehen die einzelnen Folgen nur für sich und zeigen dabei auch meist nur das Leben innerhalb des Dezernats. Ab und zu wird das ganze dann durch einen Fall aufgelockert, doch dieser wird nie besonders clever oder genial präsentiert. Aber darum muss es ja auch nicht gehen, es ist ja „nur“ eine Sitcom. Worum es aber gehen muss, sind Witz und Humor, dafür gucke ich die Serie ja eigentlich. Doch auch die sind zu Beginn der Staffel spärlich gesät. So ist es nur die logische Konsequenz, dass die Serie von Folge zu Folge besser wird.

Das große Problem dabei ist, dass es die Serie nicht schafft, die Figuren adäquat in den ersten Folgen zu charakterisieren. Okay, Santiago ist eifrig, Boyle etwas verrückt und Diaz neigt zur Brutalität, aber wirklich facettenreicher wird es nie. Deswegen muss man sich leider durch die erste Hälfte quälen. Es wird nie wirklich witzig, was auch daran liegt, dass Samberg meiner Meinung nach kein guter Schauspieler ist. Bei ihm merkt man immer, dass es halt gespielt ist. Der Rest macht seine gut, besonders Terry Crews, den ich immer gerne sehe. Dadurch, dass die Serie um Samberg herum gebaut ist, stoße ich immer auf dieses, zugegebenermaßen persönliche, Problem.

Kann man nun also die erste Staffel von Brooklyn Nine-Nine empfehlen? Schwer zu sagen. Wenn man Zeit hat, sollte man sich durch die erste Hälfte quälen, denn irgendwann beginnt die Serie dann, eine längere Handlung zu spannen, die Figuren besser zu charakterisieren und vor Allem lustiger zu sein. Wenn man diesen Punkt überschritten hat, macht „Brooklin Nine-Nine“ wirklich Spaß. Und wenn die Qualitätskurve weiter so weit nach oben geht, dann werden die nächsten Staffeln, die in den USA bereits angelaufen sind, wirklich sehr gut. Für die erste Staffel kann man das aber leider nicht behaupten.

6


Weitere Meinungen

 

  • Schnitt: 6,0/10
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