Wiedergefunden: Gedanken zum Film Naked Lunch

am

Gestern habe ich ein wenig in alten Notizbüchern von mir gestöbert und bin über einige Zeilen gestolpert, die ich vor ca. 4 Jahren in eins der besagten Bücher gekritzelt habe. Da ich beim Lesen selbst über meine verschachtelten Sätze und Gedanken lachen musste und sich ein Teil davon auf den höchst skurrilen Film „Naked Lunch“ von David Cronenberg von 1991 bezog, kam mir die Idee, mich einfach in einem kurzen Filmexebeitrag selbst zu zitieren.

Gedanken zum Film „Naked Lunch“ – irgendwann ca. 2013:

Gestern mit Niklas und Maksymilian einen Film von 1991 gesehen („Naked Lunch“), der die Erwartungshaltung (wenn Niklas einen Film vorschlägt, handelt es sich nicht selten um eine Groteske) nicht nur erfüllt hat, sondern wohl für lange Zeit dafür gesorgt hat, dass mich kein Film meiner inneren Ruhe berauben kann (falls vorhanden).

Der Zuschauer begleitet den Hauptcharakter, einen gebildeten und bücherschreibenden Kammerjäger, auf seinem durch den Konsum von Anti-Kakerlakengift verursachten Psychotrip. Dieser macht sich vor allem bemerkbar durch verzerrte, übergroße, sprechende Käfermutationen und Aliengestalten, die dem Protagonisten Ratschläge und Anweisungen geben, wie er möglichst schnell eine angesehene Agentenkarriere starten kann. Untermalt wird der Film an vielen Stellen durch ein für diese Zeit zwar ungewöhnliches Saxophon-Freejazz-Gedudel, es zerrt aber dermaßen an den ohnehin schon überstrapazierten Nerven des Zuschauers, dass ich beim besten Willen nicht glauben mag, dass dies nicht auch die Intention dahinter war. Diese Absicht als Prämisse entfernt mich glücklicherweise wieder von meiner in den ersten zehn Minuten des Films aufkeimenden Enttäuschung das filmmusikalische Frühwerk von Howard Shore betreffend, der seit der Komposition des Soundtracks zu „Der Herr der Ringe“ immer einer der ersten Namen ist, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an großartige Filmmusikkomponisten denke. Um dem ganzen nun doch nicht zu viel Raum in meinen Gedanken zu lassen, schließe ich jetzt vorerst das Thema – mit der dunklen Vorahnung, dass dieser Film für genügend Albträume den bitteren Nährstoff liefern wird.

 

Advertisements

Ein Kommentar Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s