Media Monday #223

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Wieder ist eine Woche voller Kritik und Meinungen zu Ende gegangen. Und was gibt es besseres, als die neue Woche mit der neuen Ausgabe des Media Mondays vom Medienjournal zu beginnen? Nichts, eben. Und so werden auch heute wieder Fragen beantwortet und Sätze ausgefüllt. Wer die genaueren Regeln wissen oder gar mitmachen möchte, sollte wirklich mal beim Medienjournal vorbeischauen. Einfach aufs obige Bild klicken. Jetzt gehts aber auch los:

  1. Wenn ich eins absolut nicht leiden kann, dann ist es, wenn mir während eines Films Gefühle in den Kopf gepresst werden sollen. So geschehen bei „Alles steht Kopf“. Da wird einem am Ende zu jeder Sekunde gesagt: „Wein doch jetzt endlich!“. So etwas sollte subtiler geschehen und nicht mit dem Presslufthammer. „Warrior“ ist da ein gutes Beispiel und auch der letzte Film, bei dem ich wirklich weinen musste.
  2. Edgar Wright hat mit „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ einen meiner absoluten Lieblingsfilme geschaffen, denn es gibt keinen Film, der mein Interesse an Filmen oder Medien im Allgemeinen besser eingefangen hat. Jede Szene ist eine Anspielung auf andere Szenen und das zieht sich durch den gesamten Film. Grandios!
  3. Noch klischeehafter geht es wohl kaum, wenn der Held am Ende auch die Frau bekommt.
  4. Wenn nur jemand die Serie „Fargo“ erwähnt, gerate ich ins Schwärmen, schließlich gibt es keine aktuelle Serie, die in der Spannung und im Schauspiel so ein Brett abliefert.
  5. Harte Science-Fiction, die sich mit philosophischen Themen beschäftigt, ist ja eins dieser Themen, dem ich in egal auch welcher Form noch nie etwas abgewinnen konnte, denn das ist für mich einfach zu weit weg. Anstatt mit solchen Themen beschäftige ich mich lieber mit aktuelleren. So konnte mich auch „Blade Runner“ nicht wirklich begeistern.
  6. Der letzte so wirklich innovative Film mit frischen, neuen, unverbrauchten Ideen war für mich Birdman“, denn durch das Filmen des ganzen Films in einem (gefakten) Schnitt lässt so einen Sog entstehen, der einen zusammen mit der Handlung nicht mehr loslässt.
  7. Zuletzt habe ich „Alles steht Kopf“ im Kino gesehen, und der war sehr gut, aber nicht das Meisterwerk, für das es so gelobt wird, weil einem die Emotionen so plump in den Kopf gepresst werden und alles neben dem genialen Emotionen-Konzept langweilig und zu sehr Standard ist.

Viel Spaß beim Lesen und Mitausfüllen und noch eine schöne Woche!

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. greifenklaue sagt:

    Was man bei Alles steht Kopf imho nicht vergessen darf, dass es letztlich ein Kinderfilm ist. Das klappt gut, gleichzeitig hat er aber auch für Erwachsene genug Momente. Diesen plakativen Aufbau des Hirns fand ich jedenfalls nicht platt, sondern kindgerecht.

    Birdman war mir hingegen zu abgefahren …

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    1. staffmann sagt:

      Ja den Aufbau des Hirns finde ich ja super, mir ging es um die Emotionen, die im Kopf des Zuschauers entstanden sollten.

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  2. Für mich hat die philosophische Science Fiction einen grossen Anreiz, aber in meinen Augen funktioniert das Thema besser in schriftlicher Form. So ist die Vorlage zu „Blade Runner“ wunderbar zu lesen, „Solaris“ von Lem wirft tolle Fragen auf. Dabei sind die Punkte ja meist auf unsere heutigen Umstände zu beziehen und die Geschichte dient als Spiegel. Man muss es aber schön mögen, um die benötigte Zeit auch zu investieren.

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  3. Wortman sagt:

    Die Serie Fargo taugt tatsächlich was?

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    1. staffmann sagt:

      Ja, auf jeden Fall. Steht auch in meiner Kritik, Fargo ist einfach großartig, aber der ersten Folge ist man gefesselt

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      1. Wortman sagt:

        Dann werde ich da auch mal einen Blick reinwerfen 🙂

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  4. jacker sagt:

    Für mich ist Hard-SciFi ja mit abstand das interessanteste, was die Filmwelt zu bieten hat. Über nichts mache ich mir lieber Gedanken.. Bei FARGO sind wir uns allerdings wieder einig, dass die Serie der (absolute) Kracher ist!

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