Gedanken der Woche: Young-Adult-Filme

http://www.impawards.com/2015/hunger_games_mockingjay__part_two_ver23.htmlAls ich letzte Woche die Kinovorschau geschrieben habe, war ich ziemlich enttäuscht. Der einzige Film, der meiner Meinung nach erwähnenswert war, war der letzte Teil der „Tribute von Panem“-Reihe. Was heißt das? Es könnte heißen, dass ich nur Hollywood-Blockbuster gucke und kein Auge für die Independent-Filme habe. Es könnte aber auch heißen, dass so ein großer Film andere Filme „abschreckt“. Wie schon zwei Wochen vorher bei „Spectre“ gibt es einfach niemanden, der gleichzeitig ins Kino kommen möchte. Das ist verständlich, was mich aber an letzter Woche so gestört hat und worum es auch in diesen Gedanken der Woche gehen soll, ist die Tatsache, dass es sich dabei um einen Young-Adult-Film handelt, also einen Film, der sich eigentlich an das jüngere Publikum richtet. Warum haben andere Verleiher Angst davor? Das versuche ich mal zu untersuchen.

Zunächst mal zum Begriff Young-Adult: Ich weiß nicht, ob es dafür eine gültige Definition gibt, aber ich verstehe unter dem Begriff einen Film oder ein Buch, in dem es um einen jungen Erwachsenen geht, der mit seinen besondere Fähigkeiten die Welt rettet oder irgendwas anderes tolles vollbringt. Ob es jetzt der richtige Begriff ist oder nicht, weiß ich nicht, tut mir Leid. Jedenfalls gibt es seit „Harry Potter“ unendlich viele Beispiele für dieses Genre. Aktuell sind dabei „Maze Runner“, „Die Tribute von Panem“ und „Divergent“. Ich habe außer „Catching Fire“ keinen Film dieser Art gesehen und bereue es auch nicht. Allein die Inhaltsangabe bringt mich immer zum Kotzen: „Person X ist ein junger Mensch in einer gefährlichen Welt. Doch dank seiner Fähigkeiten und seiner Freunde kann er die Welt retten!“. Jedesmal klingt das so. Der einzige Unterschied sind dabei nur die Fähigkeiten und die Welt, meist eine Dystopie in der Zukunft.

Das ist dann so oft einfach nur dumm und einfallslos. Da ist es mal eine Gruppe Jugendlicher in einem großen Labyrinth oder eine Welt, in der eine Diktatur herrscht und die Jugendliche zu Kämpfen auf Leben und Tod gezwungen werden. Das kann doch niemand ernst meinen, der älter als 15 Jahre ist. Trotzdem haben diese Filme aber einen derart großen Erfolg, dass immer  neue Buchverfilmungen gedreht werden. Denn natürlich gibt es von Allem auch eine Buchvorlage. Die Jugendlichen lesen das und wenn sie es gut finden, wird es verfilmt. Das ist an sich kein Problem, aber wenn dann der Punkt kommt, bei dem sonst kein Film ins Kino kommt, weil alle Angst vor diesem Blockbuster haben, ist was falsch gelaufen. Niemand, der älter als 20 ist, kann doch Interesse an dem Schmu haben, zumindest sehe ich das so. Aber scheinbar stehe ich damit alleine da. Nun gut, ich sehe diese Entwicklung halt bedenklich, aber es wird sich sicherlich nichts daran ändern. Das ist schade, aber vermutlich nicht zu ändern.

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