Kritik: Shaun of the Dead

Heute haben es Edgar Wright und Simon Pegg geschafft. Der eine (Wright) bekommt die großen Budgets und darf jeden Film machen, den er möchte und der andere (Pegg) ist in riesigen Hollywood-Produktionen zu sehen. Oft auch in einer Hauptrolle. Doch die Karriere der beiden hat eigentlich gemeinsam begonnen, mit der Cornetto-Trilogie. In den drei Filmen Shaun of the Dead, „Hot Fuzz“ und „The World’s End“ ist dabei das beliebte Speiseeis die einzige Gemeinsamkeit neben dem Regisseur, den Darstellern und den Drehbuchautoren. Denn da finden sich eben die beiden Freunde Wright und Pegg. Und wenn man sich die Trilogie mal ansieht, kann man auch verstehen, warum die beiden heute so erfolgreich sind. Doch heute geht es nur um den ersten Teil:

Shaun (Simon Pegg) ist ein typischer Versager: Er hat ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter (Penelope Wilton) und ihrem Mann (Bill Nighy), seine Freundin Liz (Kate Ashfield) ist stetig wütend auf ihn und er steckt in seinem Job als Verkäufer fest. Nur sein bester Kumpel Ed (Nick Frost) hält immer zu ihm, verdreckt ihm aber auch die gemeinsame Wohnung. Und als ob das alles nicht genug wäre, startet auch noch eine Zombie-Apokalypse, doch in so einer Zeit werden Helden geboren…

Die Story ist zugegebenermaßen auf Klischees aufgebaut. Aber das ist selbstverständlich gewollt, schließlich handelt es sich hier um eine astreine Parodie des Zombie-Genres, besonders des Namensvetters „Dawn of the Dead“. Dabei schaffen es Wright und Pegg aber, die passende Mischung zu finden. Weder verfällt der Film dem Slapstick, noch ist er unnötig ernst und dramatisch. Harte und spannende Szenen wechseln sich gekonnt mit den lustigen ab und bilden so einen unfassbar passenden Mix, der von der ersten bis zur letzten Sekunde funktioniert.

Zudem gibt es auch immer wieder Szenen, die in ihrer Genialität erst im Nachhinein erkennbar sind. Allein der Moment, in dem Shaun die kommende Apokalypse gerade nicht bemerkt, ist ein Stück Kinogeschichte. Wie da zwei Szenen denselben Aufbau, aber zwei komplett andere Aussagen besitzen, ist handwerklich perfekt und zeigt sofort, warum Wright heute so angesehen ist. Ein Film ist aber nichts ohne seine Schauspieler und da muss man sagen, dass Pegg und der Rest das wirklich gut machen. Aber zumindest Pegg und Frost spielen einfach nur sich selbst. Besonders im Vergleich zu den beiden anderen Filmen merkt man hier, dass das einfach zwei Kumpels sind, die gerne Filme machen. So wird ihnen nicht viel abverlangt, aber solange es funktioniert, ist das super. Lange dran erinnern wird sich aber niemand.

Was macht dann Shaun of the Dead zu der optimalen Einführung in die Trilogie? Es ist einfach alles, die Darsteller passen, die Story ist einfach, aber effektiv, die Inszenierung ist Wright-typisch perfekt und der Humor ist zu jeder Sekunde pointiert. Packt man da dann noch die Spannung und die Horror-elemente hinzu, hat man einen kurzweiligen Film, der niemals langweilt und einem die Figuren so nahe bringt, dass man mit den beiden einfach ein Glas Bier im Winchester trinken möchte. Ihr kennt das Winchester nicht? Dann schaut den Film und ihr wollt sicher nie in eine andere Bar!

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Varok sagt:

    habe mir immer noch nicht ´´teil 2 & 3´´ angesehen,aber shaun of the dead ist was nettes lustiges für zwischendurch,fand ich echt nett 🙂 !!

    Gefällt 1 Person

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