Kritik: Shrek 2

Vor wenigen Wochen erschien an dieser Stelle meine Kritik zum Animationshit „Shrek“. Ich zeigte mich damals begeistert vom Humor und der doch anderen Machart des Films und meinte, kein anderer Animationsfilm hätte mich so zum Lachen gebracht, wie dieser, außer eventuell die Fortsetzung. Nun habe ich diese Behauptung überprüft und habe mir erneut Shrek 2 angesehen. Ob dieser mich genauso überzeugt hat, wie der erste Teil, wird sich in dieser Kritik zeigen, aber eines vorweg: Meine Aussage muss ich doch etwas revidieren…


Handlung

Shrek (gesprochen von Mike Myers) und Fiona (Cameron Diaz) sind inzwischen glücklich verheiratet und leben in Shreks Sumpf zusammen. Doch das Glück scheint gestört, als die beiden und Esel (Eddie Murphy) eine Einladung ins Königreich Weit Weit Weg von Fionas Eltern (Julie Andrews und John Cleese) erhalten. Denn neben der Überraschung, dass ihre Tochter einen Oger geheiratet hat, erwartet sie auch der Zorn der guten Fee (Jennifer Saunders), deren Sohn (Rupert Everett) im Turm von Fiona nur einen verwirrten Wolf vorgefunden hat.


Kritik

Eigentlich klingt die Handlung doch wirklich nach einer tollen Geschichte und auch der erste Teil konnte mit einer eher minder interessanten Handlung dank vieler Überraschungen und sehr tollem Humor überzeugen. Warum sollte das also beim zweiten Teil nicht klappen? Nun, vor allem, weil „Shrek 2“ einfach nicht so witzig und charmant wie sein Vorgänger ist. Es ist mir nicht ganz klar, warum der Regisseur Andrew Adamson den Charme des ersten Teils nicht übernehmen konnte, aber irgendwas fehlt einfach.

Ein großer Kritikpunkt von mir aus ist dabei die Fokussierung auf die Beziehung zwischen Shrek und Fiona. Die war schon bei „Shrek“ nicht sehr nachvollziehbar erzählt und macht hier auch wieder vieles falsch. Weder Shrek, noch Fiona agieren für mich nachvollziehbar, sie benehmen sich eher wie Kleinkinder, aber das schadet ja auch anderen Filmen nicht. Doch hier ist es wirklich nicht gut gemacht und hindert den Film eher daran, seine Stärken auszuspielen. Diese liegen nämlich wieder mal in den anderen Figuren, die leider viel zu selten auftreten.

Puss-in-Boots: Stop, ogre! I have misjudged you.

Shrek: Join the club. We got jackets.

Denn auch Esel hat irgendwie an Charakter verloren. Er ist immer noch ein Witzgarant, aber es stellten sich schon Abnutzungserscheinungen ein. Da ist es nur verständlich, dass sich die Macher mit dem gestiefelten Kater (genial synchronisiert durch Antonio Banderas) Unterstützung geholt haben. Er bringt wieder neuen Schwung in die Geschichte und hat mit seinen zwei großen Auftritten schon fast den Film gerettet. Leider wird er dann mehr durch Shreks Geschichte verdrängt.

Das gleiche kann ich eigentlich auch über die anderen Figuren sagen. Der böse Wolf, Pinocchio, die drei kleinen Schweinchen und der Lebkuchenmann sind so witzige Charaktere, die einfach viel zu selten zu sehen sind. Und wenn sie erscheinen, retten sie jede Szene. Aber das ist wohl mein größten Problem am ganzen Film. Ich finde die Hauptcharaktere einfach nicht wirklich sympathisch. Andere finden eventuell Shrek super und finden es nervig, wenn die Nebencharaktere auftauchen.


Fazit

Ich muss es leider so klar sagen: Mein Gedächtnis hat mich getäuscht, Shrek 2 ist weder so witzig, noch so charmant wie der erste Teil. Er lässt vieles vermissen, was ich am ersten Teil mochte, besonders den bösen Humor, der hier hauptsächlich durch Filmanspielungen ersetzt wurde. Das lässt einen zwar immer wissend grinsen, aber nie wirklich lachen. So lässt es sich auch auf den gesamten Film übertragen. Währen der erste Teil noch auf ganzer Linie überzeugen konnte und mich dauerhaft zum Lachen brachte, bringt mich „Shrek 2“ eher zum Lächeln und zum beschämt Weggucken. Das kann man sich sehr gut angucken, bleibt einem aber auch nicht im Gedächtnis.

6


Cast

  • Regisseur: Andrew Adamson
  • Drehbuchautor: Andrew Adamson

Hauptdarsteller

Darsteller Rolle
 Mike Myers Shrek
Cameron Diaz Prinzessin Fiona
 Eddie Murphy  Esel
 Antonia Banderas  Der gestiefelte Kater
Jennifer Saunders Die gute Fee

Nebendarsteller

  • Julie Andrews
  • John Cleese
  • Rupert Everett

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. BOB sagt:

    Richtig schlimm wirds dann bei „Der gestiefelte Kater“, den ich als Spin Off wirklich mies fand!

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    1. staffmann sagt:

      Den habe ich nicht gesehen, ist aber auf der watchlist. Den Kater fand ich hier nämlich noch mit am lustigsteb

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      1. BOB sagt:

        Bin wirklich auf deine Meinung gespannt.
        Meiner Meinung nach nutzt sich in der deutschen Version das dauerlispelnde Pseudospanisch nach knapp fünf Minuten ab und das Drehbuch war auch ziemlich halbgar.

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  2. bullion sagt:

    In meiner Erinnerung ist der zweite Teil auch so gut wie der erste. Hmm, muss ich wohl mal überprüfen…

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    1. staffmann sagt:

      Ja mach das mal, war bei mir ja auch so^^

      Gefällt 1 Person

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