Kritik: Master of None – Staffel 1

Sagt Euch der Name Aziz Ansari was? Ich würde es einfach mal bei vielen Lesern bezweifeln. Der junge Mann ist vor allem bekannt für seine Rolle in „Parks and Recreation“ oder seine Stand-Up-Auftritte. Ich persönlich mag sein Programm mehr als seine Fernsehrolle, aber insgesamt ist er einfach ein cooler Typ. Da habe ich mich natürlich auch gefreut, dass er mit Master of None seine eigene Serie auf Netflix bekommen hat. Erste Folge geguckt, begeistert gewesen, weitergeguckt. So habe ich nun die komplette erste Staffel in zwei Tagen geschaut und kann nun berichten, ob sie ihr Niveau halten konnte und ob es sich lohnt, mal reinzuschauen.

Die Serie beruht lose auf Ansaris Leben. Die Hauptfigur Dev (Ansari) ist ebenfalls Schauspieler, der hauptsächlich in Fernsehwerbung zu sehen ist.  Dabei beschäftigt sich jede Folge mit einem bestimmten, wie z.B. Kinder. Nachdem sein Kondom platzt, müssen er und sein One-Night-Stand (Noel  Wells) die Pille danach kaufen, was ihn zum Nachdenken anregt. In diesem Stil baut sich die Serie auf und lässt und an den Problem von Dev und seinen Freunden (Eric Wareheim, Lena Waithe und Kelvin Yu) teilhaben.

Vor ein paar Jahren kam ja die Serie „Girls“ ins Fernsehen und die Welt feierte Lena Dunham dafür, reale Probleme so in die Fernsehlandschaft gebracht zu haben. Beim Schauen von „Master of None“ musste ich genau daran denken. Denn auch hier geht es um alltägliche Gedanken und Probleme. Jede Szene besitzt mehrere Szenen, mit denen man sich identifizieren kann. Es sei denn, es geht gerade um das Schauspiel-Business. Das liegt auch daran, dass viele Witze der Serie auf Witze aus Asaris Comedy-Programm beruhen. Ich habe seine Programme gesehen und habe dann doch oft gemerkt, wo die deutlichen Anleihen sind. Das ist an sich kein Problem, besonders wenn man das Programm nicht kennt, aber man hätte die Witze vielleicht abwandeln können.

Das Thema Humor hat mich auch überrascht. Ich kenne Aziz Ansari als lustigen indischen Flummi. Hier zeigt er aber ein ganz anderes Bild von sich, was an sich sehr gut und auch passend ist, auf der anderen Seite natürlich auch überraschen kann. Diesen Wandel hat man aber spätestens nach zehn Minuten bemerkt und kann dann immer noch was anderes gucken. Mir hat das sehr gut gefallen, jedoch zeigen sich in der Serie auch Abnutzungserscheinungen. Ich war am Anfang wirklich gebannt von Devs Problemen und seinen Dialogen mit Freunden, irgendwann wiederholen sich die Witze aber doch stark und man weiß schon, was die Serie einem sagen will.

So kann ich Master of None wirklich empfehlen, besonders, wenn man kein abgefahrenes Szenario sehen möchte. Jedoch sollte man zwischen den Folgen mehr Zeit lassen, sonst nutzt es sich doch ziemlich ab. Ein Wort noch zu den Darstellern: Das kann man teilweise nicht als Schauspielerei bezeichnen. Ich weiß nicht, ob das Freunde von Ansari sind, aber Schauspieler sind gewiss nicht alle. Genau wie der unterschwellige Humor fand ich das aber auch mehr sympathisch als störend, weshalb ich die Serie auch insgesamt gelungen finde. Die große Revolution ist es jetzt aber nicht, das will es aber auch überhaupt nicht sein.

7

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