Kritik: Blue Mountain State

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(c) Lionsgate

Jaja, krank sein ist nicht gerade schön, aber es hat einen entscheidenden Vorteil: Man kann sich ganz entspannt durch eine Serie durcharbeiten, ohne Gewissensbisse zu haben wegen Uni oder Arbeit. So erging es mir letzte Woche und da habe ich nach vielen Empfehlungen endlich mal Blue Mountain State vorgenommen, die Comedy-Serie über ein College-Football-Team, die sich durch ihr College-Leben saufen und feiern. Und damit ist auch schon die Richtung gesagt, die die Serie geht. Wer auf Witze unter jedem möglichen Niveau steht und einfach nur auf dumme Unterhaltung, der ist hier genau richtig. Aber ob das dann insgesamt zu einer guten Serie taugt oder ob es eher was für Kleinkinder ist, versuche ich mal zu erläutern.


Handlung

Die beiden Freunde Alex (Darin Brooks) und Sammy (Chris Romano) sind in ihrem ersten College-Jahr an der Blue Mountain State. Während Alex ein begnadeter Quarterback und Frauenheld ist, ist Sammy ein geborener Loser. Doch Alex möchte eigentlich nur das College-Leben genießen und als Ersatz-Quarterback ist er auch zufrieden. Das passt den anderen Football-Spieler gar nicht, besonders dem Kapitän Thad (Alan Ritchson) und dem Coach der Mannschaft (Ed Marinaro). Doch zum Glück gibt es ja Frauen und Alkohol, um sich von all dem Stress abzulenken…


Kritik

Ich denke, ich muss gleich zu Beginn mal festhalten: Wer mit Kaka-Pipi-Witzen nichts anfangen kann, der ist hier auf jeden Fall an der falschen Adresse. Die sind nämlich wesentlicher Bestandteil der Handlung. Da wird schonmal die Mutter eines Professors zum Handjob benutzt oder eine Taschenmuschi in der ganzen Mannschaft rumgereicht. Das klingt auf den ersten Blick abstoßend und auch ziemlich krank. Und das ist es auch. „Blue Mountain State“ schafft es aber, mithilfe von tollen Charakteren und einer stimmigen Atmosphäre, neben den Witzen zu unterhalten. Wenn man dazu noch auf solchen Humor steht, dann hat man hier auf jeden Fall schon seine Lieblingsserie gefunden.

Ich finde so etwas wirklich witzig. Natürlich ist mit anderer Humor lieber, vielleicht etwas weniger brachialer Humor, aber auch hier kann ich mich auf dem Boden rollen vor Lachen. Und genau das habe ich in der letzten Woche fast dauerhaft gemacht. Die Serie ist dermaßen witzig, da ist „How I met your Mother“ oder wie die ganzen Pro7-Sitcoms heißen nichts dagegen. So eine Abfolge von grandiosen Witzen ist wirklich selten. Hier findet man sie aber in jeder einzelnen Folge.

Blue Mountain State
Blue Mountain State — “ Drug Olympics “ Episode 9 — Spike TV Photo: Philippe Bosse

Ansonsten bietet die Serie in der ersten Staffel eigentlich nicht viel. Da ging es wirklich nur um die Witze. Die Charaktere wurden zwar eingeführt und schon stark charakterisiert, aber mehr gibt es eigentlich nicht. Dafür hat man sich dort etwas mehr auf die Witze beschränkt. Die gehen nämlich von Staffel zu Staffel zurück und bilden am Ende in der dritten Staffel fast nur noch ein Netz aus Filmanspielungen und gelegentlichen Ekelmomenten.

So wächst die Staffel auch mit dem Zuschauer. In dem Moment, wo man von den Witzen unter der Gürtellinie genervt sein könnte, endet die erste Staffel und schaltet mal einen Gang zurück. Und dann hat man in der dritten Staffel so tolle Folgen, die sich auf „Memento“ oder „Der Pate“ beziehen. Das wäre in der ersten Staffel unmöglich gewesen, macht sie aber nicht schlechter. Insofern kann man auch getrost die erste Staffel überspringen, wenn man mit dem Humor gar nicht klar kommt.Für mich im Gesamtpaket war aber jede der drei Staffeln ein Highlight.

Blue Mountain State
Blue Mountain State — “ Pocket Pussy “ Episode 2 — Spike TV Photo: Philippe Bosse

Fazit

Ist Blue Mountain State eine Serie für jeden? Auf keinen Fall! Ist sie schlecht? Nein, absolut nicht. Für mich ist es eine der besten Comedy-Serien aller Zeiten. Ich habe noch nie so gelacht und war gleichzeitig so fassungslos, was da passiert. Insofern nimmt man auch teilweise schlechte Darsteller oder auch blöde Nebencharaktere gerne in Kauf. Denn am Ende kann man sich in jeder Figur wiederfinden und mit jedem Einzelnen mitlachen. Und bei dem Anspruch, eine lustige Serie zu schaffen, ist das doch mehr, als man sich erhoffen kann. Perfekt ist die Serie aber keineswegs, das darf man all dem Lachen nicht vergessen. Ich habe auch oft verschämt weggeguckt. Sehr gut ist sie aber allemal.

8


Cast

  • Creator: Eric Falconer, Chris Romano

Hauptdarsteller

Darsteller Rolle
 Darin Brooks  Alex Moran
 Alan Ritchson Thad Castle
Chris Romano Sammy Cacciatore
 Ed Marinaro Coach Marty Daniels

Nebendarsteller

  • Omari Newton
  • Denise Richards
  • Frankie Shaw
  • Page Kennedy
  • Sam Jones III

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