Kritik: Sterben für Anfänger

Britische Komödien haben ja den Ruf, mit tiefschwarzem Humor gesegnet zu sein. Es gibt unzählige Beispiele dafür, die hier aber nicht genannt werden müssen. Ich bin allerdings ein Fan solcher Komödien und freue mich immer, eine neue zu entdecken. So bin ich zuletzt über den Film Sterben für Anfänger gestolpert, der im Original „Death at a Funeral“ heißt. In diesem Film ist versinkt eine Beerdigung immer mehr im Chaos und der Inhalt alleine lässt schon erahnen, was für einen Humor man hier erwarten kann. Ob der Film aber mit den anderen Vertretern seiner Zunft mithalten kann, versuche ich in meiner Kritik zu klären


Handlung

Es gibt gute und schlechte Tage. Heute ist die Beerdingung seines Vaters und für Daniel ist es ein außerordentlich schlechter Tag – besonders als er feststellen muss, dass der Leichnam im Sarg gar nicht sein Vater ist. Kaum ist dieser kleine „Fehltritt“ behoben, machen sich die nächsten Probleme bemerkbar: Onkel Alfie wartet seit Stunden vor dem Altersheim auf seine Abholung. Daniels prominenter Bruder Robert drückt sich nicht nur um die Trauerrede, sondern auch um einen Teil der Kosten. Und Daniels Cousine Martha bringt ihren Verlobten Simon mit, der versehentlich eine bunte Mischung verschiedener Halluzinogene genommen hat. Als ob das noch nicht genug wäre, taucht plötzlich ein ebenso ungewöhnlicher wie unbekannter Gast auf, der einige pikante Geheimnisse über den Verstorbenen kennt und droht, diese publik zu machen. (Amazon)


Kritik

Wie schon eingangs erwähnt, bin ich ein großer Fan von britischen Komödien. Angefangen von Monty Python bis hin zu modernen Vertretern wie „The World’s End“, es gibt unzählige Vetreter, die man guten Gewissens weiter empfehlen kann. Unter all diesen Filmen fällt auch immer wieder der Name „Sterben für Anfänger“ des Regisseurs Frank Oz. Und nach dem Sehen muss ich sagen, dass man den Film gut und gerne mit den anderen nennen kann. Er bringt alles mit, was man von solch einer Komödie erwartet und birgt dazu noch einige Überraschungen.

Den Anfang machen hierbei die Darsteller. Sicherlich hat es schon einen Vorteil, Peter Dinklage, Alan Tudyk oder Rubert Graves in seinen Reihe zu haben, aber insgesamt überzeugt eigentlich jeder Darsteller. Bis auf Kris Marshall, der für meinen Geschmack etwas zu viel spielt, habe ich keinen Ausreißer entdecken können. Auch für die Darsteller ist das britische Kino bekannt und das beweist dieser Film ebenso wie er zeigt, dass der britische Humor unvergleichbar ist.

Dieser ist hier nämlich auch wie erwartet rabenschwarz. Man muss schon ein gewisses Talent fürs Schreiben haben, um eine Beerdigung mit den unerhörten Gegebenheiten zu verbinden, die hier stattfinden, ohne Fremdscham hervorzurufen. Alle Charaktere wirken immer sympathisch und man hat nie das Gefühl, weggucken zu müssen. Im Gegenteil: Man möche durchweg zuschauen und sehen, wie es weitergeht. Auch das muss eine Komödie erst einmal hinbekommen. Zu oft habe ich bei Komödien auf die Uhr geguckt, obwohl ich unterhalten wurde. Das war hier anders. Der Film ist unterhaltsam und langweilt nie.

Dennoch muss ich sagen, dass ich nicht absolut von dem Film überzeugt bin. Er ist ohne Frage nett, aber wirklich vergleichbar mit den anderen erwähnten Filmen meiner Meinung nach nicht. Dafür sind doch die unerhörten Geschichten, die hier erzählt werden, nicht erschreckend genug. Vielleicht bin ich in dem Fall abgestumpft, aber der große Skandal, das eine wirklich unfassbare Ereignis hat mir einfach gefehlt. Und so hatte ich zwar sehr viel Spaß mit dem Film, aber war nicht so überwältigt, wie es vielleicht vorher erwartet hatte.


Fazit

Sterben für Anfänger kann man getrost als typische schwarze Komödie empfehlen. Man findet hier alles wieder, was man sich von so einem Film erhofft. Das ist über weite Strecken des Films unglaublich witzig und unterhaltsam, insgesamt aber nicht so überwältigend. So kann man alles in allem sagen, dass der Film wohl jeden unterhalten wird und für wunderbare anderthalb Stunden sorgt.

7


Cast

  • Regisseur: Frank Oz
  • Drehbuch: Dean Craig

Hauptdarsteller

Darsteller Rolle
Matthew Macfadyen Daniel
Andy Nyman Howard
Alan Tudyk Simon
Daisy Donovan Martha
Rupert Graves Robert
Peter Dinklage Peter

Nebendarsteller

  • Keeley Hawes
  • Ewen Bremner
  • Jane Asher
  • Peter Vaughan
  • Peter Egan
  • Kris Marshall

Links

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. „Sterben für Anfänger“ ist der perfekte Frühstücksfilm, wenn du den Abend vorher die Leute wieder mit anspruchsvollem Zeug genervt hast.^^

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