Kritik: Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Vor einiger Zeit habe ich mir ja zur Aufgabe gemacht, die Top 250 von IMDb nachzuholen, zumindest die Filme, die ich noch nicht kenne. Ganz oben auf meiner Liste stand damals Terminator 2: Tag der Abrechnung, einer der besten Actionfilme aller Zeiten, zumindest habe ich das oft gehört. Und auch wenn ich damals von dem ersten Teil nicht wirklich überzeugt war, so habe ich mich doch auf den Film mit Arnold Schwarzenegger als zerstörungswütigen Roboter gefreut. Und so viel sei schon verraten: Ich wurde in keinster Weise enttäuscht. Mehr zu meiner Meinung gibt es jetzt in meiner Kritik.


Handlung

Ein Terminator des Typs T-800 (Modell 101) – ein Androide und das gleiche Modell, das im ersten Teil der Terminator-Filmreihe den Auftrag hatte, Sarah Connor vor der Geburt ihres Sohnes John zu töten – ist von der Widerstandsbewegung der Zukunft umprogrammiert und durch die Zeit zurückgeschickt worden. Seine Mission lautet, den zehnjährigen John Connor, den zukünftigen Anführer der Menschheit im Kampf gegen die von der künstlichen Intelligenz Skynet kontrollierten Maschinen, zu unterstützen. (Wikipedia)


Kritik

Möchte man wissen, welcher Actionfilm der beste sei, so landet man in gängigen Listen häufig bei denselben Namen. „Aliens“ steht da sehr oft in der Liste oder auch „Stirb Langsam“ und seit letztem Jahr gewiss auch „Mad Max: Fury Road“. Einen weiteren Titel findet man sicherlich in jeder Liste: Terminator 2: Tag der Abrechnung mit Arnold Schwarzenegger. Der Film, dessen Vorgänger den früheren Bodybuilder bekannt gemacht hat, trumpft nach eingängiger Meinung auf durch knallharte Action, eine spannende Zeitreise-Story und auch für heutige Verhältnisse noch ansehnliche Special Effects. Auch wenn ich sonst nicht immer einer Meinung mit den Kritikern bin, so muss ich hier jedoch in allen Punkten zustimmen.

Allem voran ist die Handlung einfach viel durchdachter als noch im ersten Teil. Man merkt sofort, dass der zweite Teil nur gedreht wurde, um noch einmal möglichst viel Geld zu verdienen. Das soll aber nicht negativ klingen, im Gegenteil. Nachdem man die Handlung im ersten Teil sehr simpel gehalten hat, präsentiert man hier dem Zuschauer dieselbe Story noch einmal, allerdings mit mehr Hintergrundinformationen über die Entstehung der Roboter und dem Verlauf des Weltuntergangs. Das gibt dem Universum, in dem die Filme spielen, mehr Tiefe und lässt so alle Geschehnisse noch einmal wesentlich wichtiger erscheinen. Zudem erlaubt man sich hier mit der Figur des „lieben“ Terminators sehr viele Witze, die im ersten Teil doch arg gefehlt haben. Besonders die Sprüche („Hasta La Vista, Baby“) lassen den Film doch sehr viel sympathischer und runder wirken.

Generell muss ich über die Action ja nicht viel schreiben. Es wird einem für heutige Verhältnisse nicht viel Neues geboten, aber die Art uns Weise der Präsentation ist doch sehr eindrucksvoll. Da gibt es Motorradverfolgungsjagden, normale Schießereien und natürlich das gängige Finale, welches aber sowohl an Spannung, als auch an Effekten unglaublich beeindruckend ist. Generell bin ich ja niemand, der Filme daran bewertet, wie sie damals gewirkt haben müssen. Deshalb haben mich unter anderem „Tanz der Teufel“ und „Jurassic Park“ nicht packen können. Hier ist das aber etwas anderes, die Action ist so auf den Punkt koordiniert und geschnitten, dass ich absolut keinen Grund zum Meckern habe. Solche Action war damals höchstwahrscheinlich die Spitze des Eisbergs und ist heute noch immer absolute Klasse.

Das geht auch einher mit den Special Effects. Der gegnerische Terminator zeichnet sich dadurch aus, dass er kein normaler Roboter ist, sondern seinen Körper nahezu beliebig verändern und sich wie flüssiges Metall in jede Form bringen kann. Was auf dem Papier toll klingt, kann auf der Leinwand sehr schlimm aussehen, besonders in einer Zeit, in der die Special Effects noch nicht so ausgereift waren. Hier schafft man es aber, die Effekte so auf den Punkt zu animieren, dass ich auch nichts auszusetzen habe. Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber auch die Effekte, die im ersten Teil noch sehr alt gewirkt haben, konnten mich überzeugen.

So hört sich das natürlich nach meinem absoluten Lieblingsfilm habe, eine Sache muss ich jedoch kritisieren. Das Problem dabei ist, dass es sich um Spoiler handelt. Wer den Film nicht kennt, sollte also nicht weiterlesen!

Im ersten Teil wurde bereits klargestellt, dass die Geschehnisse in der Vergangenheit dieselben sind, an die sich die Figuren der Zukunft erinnern. John Connor wusste, dass er seinen Vater in die Vergangenheit schickt und dieser sterben würde. Das wiederum bedeutet auch, dass alle Geschehnisse des zweiten Teils keine verändernden Auswirkungen auf die Zukunft haben, John Connor also überleben muss, um den Terminator in die Vergangenheit zu schicken. mit diesem Gedanken im Hintergrund ist die Spannung leider raus. Dies ist wirklich der einzige Punkt, den ich kritisieren muss. Wer mich da eines Besseren belehren kann, darf gerne kommentieren, ich würde mich freuen, auch diesen Kritikpunkt fallen zu lassen.


Fazit

Terminator 2: Tag der Abrechnung hat alle Versprechen einhalten können. Der Film ist cleverer, actionreicher und vor allem wesentlich zeitgemäßer als sein doch alt gewordener Vorgänger. Wenn nicht die eine Schwäche im Skript (Spoiler-Part) gewesen wäre, hätte der Film es vielleicht sogar in die Liste meiner Lieblingsfilme geschafft. So ist es ein hervorragender Actionfilm, der zurecht jeden Spitzenplatz in unzähligen Plätzen einnimmt.

9


Cast

  • Regisseur: James Cameron
  • Drehbuch: James Cameron, William Wisher Jr.

Hauptdarsteller

Darsteller Rolle
 Arnold Schwarzenegger Terminator
Linda Hamilton Sarah Connor
Edward Furlong John Connor
Robert Patrick T-1000

Nebendarsteller

  • Earl Boen
  • Joe Morton
  • S. Epatha Merkerson
  • Castulo Guerra

Weitere Meinungen

 

  • Schnitt: 8,8/10

9


Die Filme von James Cameron

  • Piranha II (1981)
  • Terminator (1984)
  • Aliens (1986)
  • Abyss (1989)
  • Terminator 2 (1991)
  • True Lies (1994)
  • Titanic (1997)
  • Die Geister der Titanic (2003)
  • Aliens of the Deep (2005)
  • Avatar (2009)
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11 Kommentare Gib deinen ab

  1. Filmschrott sagt:

    Freut mich, dass dich Teil 2 dann doch überzeugen konnte. Man muss dazu noch sagen, dass der natürlich viel mehr ein Actionfilm der 80er/90er ist, als Teil 1, den ich schon fast ins Horrorgenre schieben würde, vom Aufbau her.

    Aber zu deinem Kritikpunkt: Es ist in diesem Falle so, dass die Vergangenheit geändert werden kann. Stichwort Paradox. Quasi wie in Zurück in die Zukunft. Der Terminator kann John Connor also durchaus töten. Dadurch würde er natürlich verhindern, dass er in die Vergangenheit geschickt würde usw, aber das ist eben so bei Zeitreisen, die auf dem Prinzip eines möglichen Paradoxon basieren. Über die Konsequenzen kann man natürlich nur spekulieren. Theoretisch würde sich der komplette Verlauf der Geschichte ändern, ab dem Zeitpunkt, an dem der Terminator seinen Befehl ausführt. Gäbe es also überhaupt einen Krieg, oder würde alles ganz anders kommen. Alles Spekulation.
    Aus diesem Grund mag ich ja auch Zeitreisegeschichten lieber, die nach dem Zeitschleifen-Prinzip funktionieren. Also wo die Charaktere schon immer in der Zeit zurück gereist sind, um das zu tun, was sie eben in der Vergangenheit tun. Wenn sie da beispielsweise jemanden töten, ändert sich nichts, weil sie ihn schon immer getötet haben. Es gibt also keine andere Zeitachse.
    Aber wie man es dreht und wendet, haben Zeitreisegeschichten immer mit Logiklöchern zu kämpfen. Selbst Zurück in die Zukunft weist in Teil 2 ein Logikloc von der Größe eines Planeten auf. Aber das macht die Filme ja nicht weniger unterhaltsam.

    Gefällt 2 Personen

    1. Staffmann sagt:

      Okay, so kann man es mit der Zeitreise auch sehen. Aber dann würde sich das ja schon abgrenzen vom ersten Teil, da war es ja auf jeden Fall so. Aber keine Ahnung, es ist ja nur ein kleiner Teil, ansonsten ist der Film einfach grandios!

      Gefällt mir

      1. Filmschrott sagt:

        Wie gesagt ist es einfach nicht möglich Zeitreisen ohne Logiklücken zu erzählen. Liegt halt in der Natur der Sache. Wenn man da aber drüber weg sieht, kann man mit dem Thema sehr viel Spaß haben.

        Gefällt 1 Person

      2. Staffmann sagt:

        Ich finde Zeitreisen auch super, allerdings macht es mir fast mehr Spaß, nach den Fehlern zu suchen^^ Dass es den perfekten Zeitreisefilm nicht gibt, sehe ich aber eigentlich auch so.

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  2. bullion sagt:

    Ja, sehr schön, dass du so viel Freude an dem Film hattest. Das Paradoxon bzw. das Element, das die Spannung rausnimmt, ist natürlich irgendwie vorhanden. Oder eben auch nicht, weil dadurch an anderer Zeitstrang aufgemacht worden wäre. Oder so. Mensch, was habe ich jetzt Lust auf den Film! Schade, dass es kein gescheites HD-Master davon gibt…

    Gefällt 1 Person

    1. Staffmann sagt:

      Rein Optisch war das aber voll in Ordnung. Ich war eh weggeblasen, wie gut der Film heute noch aussieht.

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      1. bullion sagt:

        Hmm, eine neue Abtastung würde dem Film schon zugute kommen. Gibt bisher nur ein 2K-Master. Überhaupt die meisten Cameron-Klassiker: „True Lies“, „T2“, „The Abyss“ usw. Da muss noch was kommen! 🙂

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      2. Staffmann sagt:

        Hm, mir ist das wohl nicht so wichtig^^Aber die Klassiker muss ich vorher auch erstmal normal gucken xD

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  3. donpozuelo sagt:

    Ja, ein sehr geiler Film. Ich weiß noch, dass ich den das erste Mal gesehen habe, als ich noch viel zu jung dafür war und dementsprechend immer vor diesem 1997-Datum Angst hatte, weil ich dachte, da könnte wirklich die Welt untergehen 😀 Kinder… so naiv!!!

    Es ist aber auf jeden Fall eine tolle Fortsetzung, der Beweis, dass Forsetzungen gut sein können… und ein schöner Twist mit Arnies Terminator. Gut, ja, bei der Geschichte gebe ich dir ein bisschen Recht, aber welche Zeitreise-Story steckt nicht irgendwo voller Löcher… und Cameron, finde ich, hat das ja trotzdem alles bestens verpackt. „T2“ ist schon wirklich der verdiente Klassiker, der er ist.

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    1. Staffmann sagt:

      Dass da etwas unlogisch in der Story ist, finde ich ja nicht schlimm, das gehört bei Zeitreisen schon fast dazu. Mir hat es einfach etwas die Spannung genommen. Ansonsten halt wirklich toller Film.

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