Kritik: Tatort – Der große Schmerz

Der „Tatort“ und ich, das ist so eine Sache. Ich schaue die Krimireihe nur wirklich sehr selten und dann nur in den Fällen, bei denen es auch ein besonderer Film sein könnte. So habe ich den Wiesbadener „Im Schmerz geboren“ wirklich gern gemocht, weil da mal mit verschiedenen Dingen experimentiert wurde. Und diesen Freitag habe ich auch mal reingeguckt, weil der große „Tatort“-Mehrteiler von Til Schweizer beginnen sollte. So habe ich mir dann Der große Schmerz angesehen und kann nun schreiben, ob und wieso er mir gefallen hat, bzw. wieso nicht.


Handlung

Die Handlung setzt nach den Geschehnissen des vorigen Schweiger-Film „Kopfgeld“ an, in dem das Ermittler-Duo Nick Tschiller (Schweiger) und Yalcin Gümer (Fahri Yardim) den Clan-Anführer Arstan (Erdal Yildiz) festgenommen haben. Dieser führt den Clan jedoch aus dem Gefängnis weiter und hat die Killern Leyla (Helene Fischer) auf Tschillers Tochter (Luna Schweiger) und  ihre Mutter (Stefanie Stappenbeck) entführen. Nun muss Tschiller dafür sorgen, dass Arstan bei einem Gefängnis-Wechsel frei kommt, ansonsten werden seine Lieben umgebracht.


Kritik

Bevor ich genauer auf die Qualitäten des Films eingehe, muss ich an dieser Stelle kurz ein paar verlieren über die Besetzung des Films. Denn neben gestandenen Schauspielern, zu denen ich auch Til Schweiger zähle, kann man hier auch so tolle Namen wie Helene Fischer und Luna Schweiger lesen. Deren Hauptqualitäten sind das Singen bzw. das Existieren als Tochter des Hauptdarstellers. Eines haben sie aber gemeinsam: Sie können nicht schauspielern, zumindest haben sie es hier nicht getan. Für mich ist die „Tatort“-Reihe eine Institution im deutschen Fernsehen, unabhängig davon, was man davon hält. Aber als so eine Institution sollte man doch richtige Schauspieler engagieren, anstatt sich mit tollen Namen zu schmücken, die im Endeffekt aber keinen Mehrwert bringen. Das ist hier mit Helene Fischer so und demnächst so mit Harald Schmidt. Dabei ist es doch unglaublich unnötig.

Nun aber  zum Film an sich. Auch wenn es schlechte Darsteller gibt, kann der Film aber trotzdem ganz nett sein. Dafür muss dieser aber auch eine interessante Handlung besitzen oder im Gegensatz massive Action bieten können. Das Problem bei „Der große Schmerz“ dabei: Weder hat man sich bei der Story zugunsten der Action noch Mühe gegeben, noch kann man einem „Tatort“, der dann doch nicht die größten Mittel hat, die besten Action-Szenen spendieren. Was dann dabei heraus kommt, ist ein Film, der gerne ein Action-Film wäre, aber keine einzige geile Action-Szene besitzt. Das klingt nicht nur extrem schlecht, das ist es auch. Denn wenn man doch etwas wert auf eine nachvollziehbare Story gelegt hätte, wäre der Film etwas erträglicher geworden.

So ist das aber mit der größte Schund, den ich seit Ewigkeiten gesehen habe. Bis auf Yardims Rolle ist jede Figur einfach nur hassenswert, besonders die nervige Tochter und die unnötig redende Mutter. Und wenn dann Fischer den Mund aufmacht, hört es einfach auf. Die Handlung springt vom nebenbei erzählten Mord einer unnötigen Figur zum ach so schlimmen Leben als Entführungsopfer und lässt dabei kaum einen Zusammenhang erkennen. Neben muss Til Schweiger dann noch ein bisschen weinen und seine Beziehung zur Mutter seiner Tochter klären. Problem bei allem dabei: Es ist einem egal, weil einem die Figuren nie nahe sind. Und das ist für jeden Film Gift.

Bevor ich mich jetzt in allzu arger Kritik ergehe, komm ich doch zum Fazit. Dieser „Tatort“ war einfach nur schlecht. Pluspunkte gibt es nur für die Action, bei der sie es wenigstens versuchen. Das Skript wurde nur für diese Szenen geschrieben, ich hätte mindestens vier Figuren gar nicht erst in den Film geschrieben. Der Bösewicht ist lächerlich, die Ermittler sind unglaublich dumm und die Besetzung ist einfach nur grauenhaft. Wenn es einen positiven Aspekt an diesem Film gibt, dann der, dass wohl niemand mehr Helene Fischer als Schauspielerin engagieren wird. Ansonsten sollte man alle Aufnahmen des Film schleunigst vernichten.

2

Cast

Hauptbesetzung

Darsteller Rolle
 Til Schweiger Nick Tschiller
Fahri Yardim Yalcin Gümer
Luna Schweiger Lenny
 Stefanie Stappenbeck Isabella Schoppenroth
Erdal Yildiz  Firat Arstan
 Helene Fischer Leyla

Nebenbesetzung

  • Tim Wilde
  • Britta Hammelstein
  • Arnd Klawitter
  • Edita Malovcic
  • Sascha Reimann
  • Thomas Fehlen

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