Kritik: Spectre

Ja, ich weiß! Spectre läuft nun schon eine ganze Weile im Kino und jeder hat schon fünf Kritiken dazu geschrieben. Aber ich konnte den Film halt nicht früher sehen. Aber das hindert mich nicht daran, Euch trotzdem meine Gedanken zum neuen „James Bond“-Teil mitzuteilen. Denn da gibt es einiges zu sagen. Ich bin ja jetzt nicht der Kenner des Geheimagenten mit der Lizenz zu töten. Im Gegenteil: Ich kenne nur die Filme, in denen Daniel Craig den Agenten mimt. Die finde ich aber alle (auch „Quantum Trost“) wirklich überzeugend. Insofern habe ich mich auch auf „Spectre“ gefreut, leider.


Handlung

Was soll man zur Handlung sagen? Nach einem Desaster in Mexiko (übrigens die beste Szene des Films) wird Bond von M (Ralph Fiennes) gefeuert. Das stört ihn aber nicht, schließlich muss er noch das weltweite Verbrecher-Kartell Spectre vernichten. Doch da stellen sich ihm harte Gegner bevor: Neben einem prügelnden Koloss (Dave Bautista) natürlich auch der Boss der Organisation (Christoph Waltz). Aber trotz seiner Entlassung hat Bond noch sehr viele Helfer (Lea Seydoux, Ben Whishaw und Naomi Harris). Ach, und nebenbei möchte ein Politiker (Andrew Scott) das 00-Programm abschaffen.


Kritik

Soweit zur Handlung. Aber was soll ich sagen? Die Handlung ist dermaßen austauschbar, dass ich eh nicht zugehört habe. Besonders die Rolle von Scott wirkt so gelangweilt eingebaut, dass es schade ist, so einen guten Schauspieler dafür zu verschwenden. Man kann aber nicht sagen, dass der Film ein Problem mit den Schauspielern hätte. Die sind nämlich alle von ganz großen Kaliber. Das Problem ist nur, dass sie alle merken, in was für einem Drehbuch sie gefangen sind. Craig merk man eh an, dass er nicht wieder in die Bond-Rolle schlüpfen möchte, Waltz ist dauergelangweilt und eine Monica Bellucci wird hier für einen fünfminütigen, frauenfeindlichen Kurzauftritt geopfert, der mich wirklich fassungslos gemacht hat.

Aber warum sollte man sich den Film dann angucken? Die Dialoge müssen doch gestochen scharf sein, immerhin ist es doch Bond. Mein Gott, ich habe noch nie so ein Geschnulze gehört. Zwischendurch habe ich einfach nicht mehr zugehört, besonders wenn diese sinnlose Figur von Seydoux gesprochen hat. Aber der Film hat natürlich auch seine guten Eigenschaften. Die Bilder sind einfach unfassbar geil, wie man es schon von „Skyfall“ gewohnt war. Außerdem bietet der Film hat auch Action, die man so nicht oft sieht. Aber das kann man nun wirklich von einem „James Bond“-Film erwarten. Dafür stand die Reihe schon immer und wird auch hier ihrem Namen gerecht. Zumindest da schafft es der Film.


Fazit

Was ist denn da passiert Sam Mendes? „Skyfall“ war doch so ein schöner Film, aber das hier? Das ist wirklich nicht toll geworden. Spectre hat mich auf so vielen Ebenen enttäuscht, was man vermutlich auch an der Kritik gemerkt hat. Dennoch bietet der Film aber auch tolle Szenen und handfeste Action. Insofern kann man sich den Film schon ansehen. Ich saß aber im Kino und habe mich hauptsächlich nur geärgert. Über die Verbrennung so toller Schauspieler, über so dumme Dialoge und über eine so austauschbare Story. Naja, kann man jetzt nicht mehr ändern. Schade.

4


Weitere Meinungen

 

  • Schnitt: 4,5/10
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