Kritik: Spongebob Schwammkopf – Schwamm aus dem Wasser

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(c) Paramount

Wir versuchen ja immer, hier eine gewisse Abwechslung in unsere Artikeln und vor allem in unseren Kritiken zu gewährleisten. Und damit auch die jüngere Generation mal bei uns was zu Lesen hat, habe ich mich mal in den neuesten „Spongebob Schwammkopf“-Kinofilm gestürzt, mit dem vielsagendem Namen Spongebob Schwammkopf – Schwamm aus dem Wasser. Ich will jetzt nicht zu viel vorweg nehmen, aber ich muss sagen, dass es sich hier um gar keinen so schlechten Film handelt. Aber ob es nun ein Meister geworden ist, das kläre ich nun in meiner Kritik.


Handlung

Nur noch ein Rezept aus dem magischen Buch fehlt dem fiesen Piraten Burger-Bart (Antonio Banderas), um die Buletten-Macht an sich reißen zu können – das strenggehü-tete Geheimrezept für die geliebten Krabbenburger aus Bikini Bottom. Als bekannt wird, dass die geheime Formel gestohlen wurde, bricht in der Unterwasserwelt das Chaos aus. Daher beschließt der gelbe Meeresbewohner, zusammen mit seinem besten Freund Seestern Patrick, dem griesgrämigen Tintenfisch Thaddäus, der geizigen Krabbe Mr. Krabs und dem quirligen Eichhörnchen Sandy an Land zu gehen.


Kritik

Ich muss hier einfach mal gestehen, dass ich schon immer ein großer „Spongebob Schwammkopf“-Fan war. Allerdings gab es irgendwann inmitten der Serie einen Schnitt, ab der die Serie einfach nicht mehr gut war. Die Witze wurden flacher, die Handlungen teilweise grausam grotesk und allgemein war es kein Vergleich mehr zu den älteren, wesentlich besseren Folgen. So fiel auch der schwache erste Kinofilms des gelben Schwamms in diese Ära der schlechten Episoden, weshalb ich mit gemischten Gefühlen in den neuesten Kinoableger gegangen bin. Doch schon nach einigen Minuten war klar, dass man sich hier alle Mühe gegeben hat, den alten Flair einzufangen. Nur leider schafft man das nicht zu hundert Prozent.

Die Handlung ist dem Kenner zumindest schonmal altbekannt. Plankton möchte mal wieder die Geheimformel für den Krabbenburger von Mister Krabs stehlen. Doch dann verschwindet sie und die Stadt versinkt im Chaos. Das ist wirklich witzig gemacht und auch mit der alten Zeichentrickoptik versehen. Als Fan fühlt man sich gleich wohl und hat nicht die ganze Zeit das Gefühl, dass einem die Witze ins Gesicht geschmiert werden sollen. Nein, hier merkt man doch die Bindung an die alten Folgen. Besonders, wenn Spongebob und Plankton alleine unterwegs sind, läuft der Film zur Höchstform auf. Und wenn dann die beiden ein Lied über Teamwork singen , fühlt man sich doch nostalgisch an eine gute alte Folge erinnert, in der es damals um Fun ging. Ob geplant oder nicht, das war einfach ein schöner Moment.

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(c) Paramount

Jedoch gibt es auch noch die andere Seite des Films. Auch wenn weite Teile des Films unter Wasser spielen und mit gutem Humor ausgestattet sind, so verlassen die Meeresbewohner doch irgendwann auch wieder das Meer. Um dann gegen den bösen Piraten anzukommen, müssen sie sich in Superhelden verwandeln und das funktioniert einfach nicht sehr gut. Ironischerweise gab es sogar schonmal eine ähnliche Geschichte in der alten Serie, doch da hat man das viel besser verpackt. Hier sind die Charaktere auf einmal computeranimiert in unserer Welt. Das sieht nicht nur unglaublich seltsam aus, sondern wird auch nur für dumme Action genutzt, die nie realistisch oder spannend aussieht.

Auch der Bösewicht ist mit seiner Pseudomotivation kein guter Gegenpart. Vielmehr ist er Mittel zum Zweck, um den Charakteren ihre Möglichkeiten für die Superheldengeschichte zu geben. Aber zumindest ist Antonio Banderas sichtlich motiviert, hier eine schöne Rolle für die Kinder zu spielen. Auch wen seine Figur nicht sympathisch ist, Banderas ist es durch die Maske hindurch aber allemal. Er rettet die Szenen über Wasser schon das ein ums andere mal.

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(c) Paramount

Fazit

Schwamm aus dem Wasser ist nicht die befürchtete Enttäuschung. Vielmehr ist es in den guten Momenten eine tolle Hommage an die alten Folgen, in den schlechten Momenten finden sich allerdings die Ideen, die die Serie damals so schlecht haben werden lassen. Ich kann den Film nicht schlecht reden, ich kann ihn aber auch nicht wirklich loben. Am besten bricht man den Film einfach ab, wenn die Figuren aus dem Meer gehen, dann hat man (zumindest für Fans) einen tollen Animationsfilm. So ist aber leider ein eher durchschnittlicher Film geworden, der fast genauso viel falsch macht, wie er aber auch sehr sehr richtig macht.

6


Cast

  • Regisseur: Paul Tibbitt, Mike Mitchell
  • Drehbuch: Glenn Berger, Jonathan Aibel
Darsteller Rolle
 Tom Kenny Spongebob
 Mr. Lawrence  Plankton
 Antonio Banderas  Burger Beard
 Bill Fagerbakke Patrick
 Rodger Bumpass  Thaddäus
 Clancy Brown  Mr. Krabs
 Carolyn Lawrence  Sandy
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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Varok sagt:

    ich war deratig enttäuscht von dem film. mein gelbes herz blutete in strömen. dagegen fand ich den ersten tausend mal besser #TaubesNüsschen!

    Gefällt mir

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